Blog von: Dr. Carsten Bange Subscribe to this blog's RSS feed!

Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK. Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

Januar 2009 Archives

Microsoft kündigt an, den PerformancePoint Server nach knapp 2 Jahren auf dem Markt nach dem nächsten Servicepack 3 diesen Sommer nicht mehr weiterzuentwickeln. Die Planungsfunktionen werden aufgegeben, Monitoring (Dashboard, Scorecard) und Analysefunktionen von ProClarity werden in Sharepoint Server Enterprise integriert. PerformancePoint wird ab April nicht mehr auf der Preisliste auftauchen, Support soll bis 2018 gegeben werden.
Wahrscheinlich ein Opfer der Wirtschaftskrise: Erst gestern kündigte Microsoft ein Kostensenkungsprogramm und die Entlassung von 5000 Mitarbeitern an. PerformancePoint gehört wohl zu den unprofitablen Produkten, die gestrichen wurden.

Hintegründe und Konsequenzen aus dieser Ankündigung sind vielfältig (mehr dazu im BARC-Analystenkommentar), aber ein kurzes Fazit hat zwei Punkte:
1. Ein neuer Beweis für unsere These: Kauf das Produkt, nicht den Anbieter. Wer denkt, dass die Größe eines Software-Anbieters für Stabilität in der Produktentwicklung und -kontinuität steht, der liegt genau falsch.
2. Ein strategischer Fehler von Microsoft. Planung gehört zum Business-Intelligence-Kontinuum und kann nicht einfach von Reporting und Analyse getrennt werden. Wer strategischer Anbieter für Business Intelligence in großen Unternehmen werden möchte, sollte ein Angebot haben. Wir würden uns nicht wundern, wenn Microsoft in einiger Zeit einen Planungsanbieter kauft oder ein Produkt aus dem bestehenden Portfolio um Planungsfunktionen erweitert, um diesen Fehler wieder zu korrigieren.

Einen ausführlichen BARC-Analystenkommentar mit Hintergründen und Konsequenzen finden Sie hier.

Weitere Referenzen:
Microsoft Video zur Ankündigung
Kommentar von Nigel Pendse im OLAP Report
Peter Kollers Blog
Dan Englishs Blog


Posted 23.01.09 5:41
Permalink | keine Kommentare |

Passend zum kürzlich veröffentlichten Befragungsergebnis Business Intelligence weiter auf Platz 1 der CIO Agenda ist BI auch einer der wichtigsten IT-Skills der Mitarbeiter, zumindest laut Computerworld "The 9 hottest skills for '09:

Business intelligence

Now more than ever, corporate executives want to be able to analyze customer and sales data in order to make informed decisions about business strategies. That's driving demand for business intelligence specialists across the board, including people with data mining, data warehousing and data management skills.

At Aspen Skiing Co., which operates four ski resorts in western Colorado, company officials will be making year-over-year comparisons on customer spending, including analyses of spending habits during the previous recession, says CIO Paul Major. "We're going to have to get very granular with our analytics," he says.

Meanwhile, there's steady demand for IT professionals with experience using vendor-specific BI tools from companies such as Business Objects and Cognos, says Spencer Lee. But the toughest people to find in this area are those who can help business managers understand the type of data they're trying to analyze and how to interpret the results, she says. "What's difficult," she adds, "is to find someone who's the full-meal deal."

Na dann - guten Appetit!


Posted 22.01.09 6:38
Permalink | keine Kommentare |

Die mehr als 1500 weltweit befragten CIOs im jährlichen Gartner EXP Survey nannten Business Intelligence auf Platz 1 der Technologie-Prioritäten für 2009.

Dies unterstreicht die anhaltende Bedeutung von Business Intelligence, die gerade in anspruchsvolleren wirtschaftlichen Umgebungen ungebrochen ist. Nutzung der vorhandenen Systeme und Daten, Erhöhung der Transparenz sowie Verbesserung der Entscheidungsunterstützung für das Management sind die Gebote der Stunde.

Dieses Befragungsergebnis unterstützt auch die nicht so pessimistische BARC-Prognose für den Business Intelligence Markt 2009.

cio%20prio.png

Source: Gartner EXP (January 2009)


Posted 22.01.09 0:19
Permalink | keine Kommentare |

Die Computerwoche (und nicht nur die) fragte nach den wichtigsten Themen für zukunftssichere Business Intelligence Strategien unter den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2009.
Ich habe mich für folgende 6 Punkte entschieden:

Fachliche Facette
1. Prozessorientierte BI: BI gehört in Prozesse und Prozesse werden Gegenstand von BI
2. BI für Performance Management: BI muss ganzheitlich für alle entscheidungsunterstützenden Prozesse auf strategischer, taktischer und operativer Ebene ausgerichtet werden.

Technische Facette
3.: Werkzeugstandardisierung: Vom Werkzeug-Zoo zu Werkzeug-Standards (die übrigens nicht zwingend von einem Anbieter kommen müssen)
4. Berücksichtigung innovativer Technologien, z.B. In-Memory Datenbanken, Data-Warehouse- und BI-Appliances, Visuelle Analyse, Nutzung von Web 2.0 Technologien und Anwendungen, Integration unstrukturierter Daten

Organisatorische Facette
5.: Einrichtung von BI Competence Centern
6.: Data Governance

Im ausführlichen Computerwoche-Beitrag sind detailliertere Ausführungen zu diesem Thema.


Posted 13.01.09 0:29
Permalink | keine Kommentare |
"In vielen Betrieben, in die wir hineinkommen, herrscht ein entsetzliches Wirrwarr und ein entsetzlicher Mangel an Übersicht bei den Zahlen", sagte Siegfried Beck im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Beck ist Vorsitzender des Verbands der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID) ...

Mehr Pleiten nicht nur wegen der Krise: Die Insolvenzverwalter haben Mängel in Rechnungswesen und Business Intelligence klar als wesentliche Ursache für Unternehmensinsolvenzen identifiziert (s. Beitrag "Schludrige Verhältnisse" in der Süddeutschen Zeitung) - gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Wer eine Übersicht des Marktes für Business-Intelligence-Lösungen, die sich besonders für mittelständische Unternehmen eignen, erhalten möchte, sollte die BARC-Tagung "Planungs- und Controlling-Systeme für den Mittelstand" am 17. und 18.2. 2009 in Würzburg besuchen.
17 Anbieter zeigen in einem vergleichbaren Format, wie ihre Softwarelösungen einen Beitrag zu höherer Transparenz und besserer Unternehmenssteuerung leisten können. Mehr Informationen zur Veranstaltung hier.


Posted 7.01.09 23:57
Permalink | keine Kommentare |
   BESUCHEN SIE MEINEN EXPERTEN CHANNEL

Blog durchsuchen
Kategorie ›
Archiv ›
Neue Einträge ›