Die Ansiedlung des Produktmanagements für alle BI-Komponenten (inkl. der Serverkomponente von SAP NetWeaver BI) bei Business Objects zeigt nun auch in der Namensgebung Wirkung: Das von fast allen Marktteilnehmern eigentlich immer BW genannte Produkt "SAP NetWeaver BI 7 Server" heißt seit gestern auch offiziell wieder Business Warehouse (s. SAP-Webseite).
Dies ist aus zwei Gründen zu begrüßen:
1. Gut eingeführte Produktnamen sollte man nur im Notfall ändern, da dies nur zur Verwirrung beiträgt.
2. war "SAP NetWeaver BI" insofern unglücklich, da sowohl Frontend- (BEx) als auch Backend- (NW BI Server) Produkte mit einem Produktnamen versehen wurden. Diese Komponenten sollte man zumindest in offenen BI-Architekturen trennen. Wenn die Frontends in Zukunft von Business Objects kommen, dann trägt auch diese Namensgebung der Klarheit bei.
Weitere Anmerkungen zur Namensänderung finden sich im Blog von Steffen Vierkorn
Etwas mehr öffentliche Klarheit verträgt aus meiner Sicht auch die Positionierung und Zukunft des SAP BW. Schon seit einem Jahr findet sich diese Folie zur Positionierung in der Roadmap-Präsentation:

Damit verabschiedet sich SAP Business Objects von der vor der Übernahme formulierten "Enterprise Data Warehouse" Anspruchs des SAP BW auch in heterogenen Umgebungen, denn SAP NetWeaver BI wird nur noch für "SAP Application Centric" Umgebungen positioniert und explizit nicht als "offen".
Auch Themen wie Lizenzierung, Open Hub, Schnittstellen, Business Content oder Datenintegrationskomponenten müssen überdacht werden. Dies ist eine der aktuellen Aufgaben für die Neugestaltung von BI-Strategien mit SAP und ich bin mir nicht sicher, ob allen Kunden klar ist, wo die Reise mit dem BW hingeht. Das (begrüßenswerte) Bekenntnis der Weiterführung des BW reicht da alleine nicht aus.
Posted 15.02.09 23:58
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