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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK. Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

Was verändert und treibt die Business Intelligence in den kommenden Jahren? Sicherlich haben viele aktuelle und kommende Entwicklungen einen Einfluß, aber Prozessorientierte BI ist aus meiner Überzeugung ein wesentlicher Treiber.

Was ist Prozessorientierte BI?
Prozessorientierte BI macht Prozesse einerseits zum Gegenstand der BI. Hier stehen Monitoring und Analyse von Qualität, Zeit und Kosten von Prozessen im Vordergrund. Weiterhin wird BI aber auch in Prozesse integriert, in einer einfachen Form durch Information und Analysemöglichkeit für Mitarbeiter in operativen Prozessen, in fortgeschrittener Art auch als automatisierte Entscheidungen, so wie wir sie heute schon von Entscheidungsmodellen kennen, die durch Data Mining erzeugt und z.B. in Scoring Engines integeriert werden.

Warum wird die Prozessorientierung in die BI Einzug halten?
2 wesentliche Phänomene können wir heute schon beobachten:
1. Unternehmen organisieren sich um in Richtung Prozessorientierung. Zuständigkeiten und Abteilungen werden neu geschnitten, die Ausrichtung an Geschäftsprozessen ist ein Megatrend. Dies hat auch einen Einfluß auf die dispositiven Systeme, die letztlich die Leistungsmessung der Organisation unterstützen. Sie müssen entsprechend prozessorientiert aufgebaut werden.
2. Anwender wollen immer schneller immer detailliertere Daten über das Unternehmensgeschehen. Dieser Trend manifestiert sich beispielsweise an den Ladezyklen von Data Warehouses, die inzwischen schon sehr häufig mehrfach untertägig geladen werden und inzwischen auch Systeme implementiert sind, die im Minutentakt oder noch schneller befüllt werden. Dies hat technische (Datenintegration) und fachliche Auswirkungen (Entscheidungen sollten so schnell fallen können, wie neue Daten verfügbar gemacht werden).
Neben der Vergangenheitsbetrachtung von Prozessergebnissen in der traditionellen Business Intelligence und der Zukunftsbetrachtung in der Planung ergänzt so der dritte Zeithorizont der Gegenwart die Business Intelligence Anwendungen.
Es handelt sich aus meiner Sicht um eine natürliche Evolution der Business Intelligence, die uns die kommenden 10 Jahre begleiten wird und die aktuellen Methoden und Systeme sinnvoll und wertsteigernd ergänzen wird.

Weiterführende Links:
Für Kunden der BARC BI-Studie sind zwei ausführliche Research Notes verfügbar.

MIt der angestrebten Übernahme der IDS Scheer durch die Software AG entsteht ein breites und interessantes Angebot für Prozessorientierte BI (Artikel hierzu).


Posted 16.09.09 14:06
Permalink | 1 Kommentare |

1 Kommentare

Artikel vom 16.9.09 in der Computerwoche zu Prozessorientierter BI:
http://www.computerwoche.de/software/bi-ecm/1905827/

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