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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK. Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

pmOne hat mit dem Produkt OneMind eine clevere Idee umgesetzt: Die Einbeziehung von Endanwendern in der Modellierung von Data Warehouses oder Data Marts durch den Einsatz von Mindmaps und dem schnellen Prototyping von Reports. Das Werkzeug ist für Microsoft SQL Server in Verbindung mit Analysis Services verfügbar.

Ein häufiges Problem in der Modellierung von Data Warehouses oder Data Marts ist die Einbeziehung der Fachanwender. Die Herausforderung liegt in der Übersetzung der fachlichen Inhalte in ein IT-taugliches Datenmodell. ER-Diagramme oder auch spezielle, für dimensionale Modelle entwickelte Notationen wie ADAPT weisen durchaus Grenzen in der direkten Verständlichkeit auf.
PMOne setzt in seinem Modellierungs- und Data-Warehouse-Generierungswerkzeug OneMind die Idee um, Modelle nicht nur in MindManager oder Freemind anzuzeigen, sondern diese Werkzeuge auch direkt für die Modellierung zu nutzen. Die erstellten Modelle werden dann in das Modellierungswerkzeug importiert und dort weiterverarbeitet. Auch umgekehrt können Modelle mit Testdaten in Mind-Maps oder Excel mit Pivot-Navigationsmöglichkeiten sofort gezeigt werden. Zusätzlich sind auch Berichtsprototypen implementiert, die dem Anwender schon einmal einen ersten Blick auf ein Ergebnis in Berichtsform geben können. Die enthaltenen Berichtstemplates und erstellten Prototyp-Berichte basieren auf Microsoft SQL Server Reporting Services und können weiter verwendet werden. Damit ergibt sich eine Erleichterung und Beschleunigung für die projektseitige Umsetzung der Berichte.
Die Modellierung konzentriert sich auf dimensionale Modelle und basiert auf der Kimball-Modellierungsmethode. Die logischen Modelle werden in Star Schemen in Microsoft SQL Server Analysis Services Cubes umgesetzt. Die Verbindung zu Daten in Staging-, ODS- oder 3. Normalform Data-Warehouse-Layern muss dann individuell hergestellt werden. Reverse Engineering von Datenmodellen in Datenbanken ist ebenfalls umgesetzt. Das Werkzeug funktioniert ausschließlich mit dem Microsoft SQL Server. Microsoft als eher technisch orientiertes Werkzeug kann durch diese Ergänzung um eine fachlich Kommunikationsmöglichkeit und schnelle Prototyperzeugung erweitert werden. Ein Ausbau zu einem kompletten ETL-Framework für SQL Server ist geplant.

Weiterführende Links
OneMind Homepage
Einen ähnlichen Ansatz, etwas umfassender und nicht ganz so Fachanwenderorientiert verfolgt User Driven Warehouse von Ascention


PMOne OneMind.jpg


Posted 12.05.10 0:48
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