"Predictive Analytics" und verwandte oder synonyme Themen wie Data Mining, Datenmustererkennung, Business Analytics, statistische Vorhersage etc. erfreuen sich wachsender Aufmerksamkeit. Letztlich geht es um die Frage, wie mit fortgeschrittener Analysetechnologie ein Mehrwert aus den vorhandenen (und häufig teuer aufgebauten) Datenbeständen, z.B. in Data Warehouses, gezogen werden kann.
Hier eine kurze Marktübersicht und Umsatzschätzung:
Um die Marktbedeutung in Zahlen zu fassen und auch zukünftig eine Entwicklung darstellen zu können, haben wir bei BARC einmal geschätzt, welcher Anteil des Gesamtumsatzes für Business-Intelligence-Software in Deutschland (s. BARC Marktzahlen BI 2009) auf Lösungen für Predictive Analytics fällt. Das Ergebnis: Wir schätzen, dass eine Größenordnung von sieben bis zehn Prozent (ca. 60-80 Mio. Euro) des Gesamtmarktes für BI in Deutschland auf Werkzeuge und Anwendungen für Predictive Analytics und Data Mining fällt.
Klarer Marktführer ist dabei SAS mit einem breiten Portfolio von Werkzeugen und Anwendungen im Bereich fortgeschrittene Analyse. Gefolgt wird SAS von IBM, die sich mit dem Zukauf der Nummer 2 im Markt - SPSS - verstärkt haben. Neben diesen beiden großen im Markt gibt es noch einige BI-Anbieter wie Microstrategy oder Bissantz, die entsprechende Verfahren mit in ihren Lösungen anbieten und eine Vielzahl an kleinen Spezialisten wie Angoss, InforSense, KXEN, prudsys oder Viscovery. Wachsendes Interesse können sicher auch Open Source Lösungen wie Rapidminer von Rapid-I, KNIME oder Weka verzeichnen (s. BARC-Studie Open Source BI). Letztlich tümmeln sich noch die Datenbankanbieter mit eingebetteten Data-Mining-Funktionen im Markt, allen voran Oracle und Microsoft.
Posted 14.07.10 2:27
Permalink | keine Kommentare |




Kommentieren