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Dr. Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK.

Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

Dezember 2010 Archives

Die Veröffentlichung von Geschäftsberichten und anderen externen Berichten ist für große Unternehmen ein mühsamer Prozess mit vielen Beteiligten, Gestaltungsfragen, Datenmanagement und rechtlichen Vorschriften. Lösungsanbieter für Konsolidierung und externes Berichtswesen ergänzen ihr Portfolio zur Automatisierung der Veröffentlichungsprozesse von externen Berichten.
Sie wollen damit den unterstützten Prozess erweitern und bieten eine Funktionalität, die bisher von meist kleinen Softwarespezialisten für Redaktionssysteme angeboten wird.

Von den großen Anbietern startete Oracle in diesem Jahr mit der Ankündigung von Oracle Hyperion Financial Close Management und Oracle Hyperion Disclosure Management (XBRL-Tool) als Ergänzungsprodukte für die EPM Suite.

IBM übernahm im Oktober 2010 Clarity Systems und neben den Planungs- und Konsolidierungsprodukten scheint das Modul Clarity FSR zur Automatisierung der Erstellung externer Finanzberichte von besonderem Interesse für IBM zu sein - wahrscheinlich sogar der Hauptgrund für die Übernahme.

SAP konterte kürzlich mit dem Kauf von zwei Produkten des deutschen SAP-Beratungshauses cundus: (Financial) Statement Factory und informationCollector / IFRS-Notes.

Wen gibt es noch für diese Aufgabenstellung?

Unter den Performance Management Spezialisten hat Tagetik ein eigenes Modul für Collaborative Disclosure Management im Angebot.

Ein spezialisiertes Redaktionssystem für die Gestaltung und Publikation von Geschäftsberichten, das vIele Konzerne im deutschsprachigen Raum nutzen, ist FIRE.sys der Michael Konrad GmbH.


Posted 21.12.10 21:34
Permalink | 127 Kommentare |

Der eingeschränkte Erfolg von HP's Data Warehouse Appliance Neoview befeuert schon lange Spekulationen über die Zukunft dieses Produktes und generell über HP's Pläne im Softwaremarkt für Business Intelligence und Data Warehousing. Die großen Konkurrenten IBM und Oracle sind mit eigenen Hardware-/Softwareangeboten im Markt, Microsoft und SAP stärken ihre analytischen Datenbanken. Aktuelle Personalveränderungen schüren die Spekulationen.

Mark Smith's Meldung einer Einstellung der softwareseitigen BI- und Data Warehouse Aktivitäten rund um HP Neoview folgte das Dementi von HP. Doch Fragen bleiben.

Der Markterfolg für HP Neoview ist weitgehend ausgeblieben. In Deutschland gibt es vermutlich nur eine Installation und auch weltweit hat sich das Produkt nie ernsthaft gegen Teradata, IBM oder Oracle und die Vielzahl der kleinen analytischen Datenbankanbieter im Data Warehouse Markt etablieren können. Dies spricht für eine Einstellung des Produktes, um sich entweder aus dem Markt zurückzuziehen und weiter auf die Partnerschaften mit anderen Softwareanbietern in diesem Segment zu setzen oder eine Übernahme vorzubereiten.

Aktuelle Personalveränderungen sprechen stärker dafür, dass HP weiter im Data Warehouse Markt aktiv bleibt.
Die Berufung des ehemaligen SAP CEOs Leo Apotheker an die HP-Spitze kann sicherlich als Wille des HP Verwaltungsrates interpretiert werden, den Anteil des Softwaregeschäftes am Gesamtumsatz zu steigern. Noch stärker zeigt der kürzliche Wechsel von SAP BusinessObjects Veteran Marge Breya zu HP ein möglicherweise stärkeres Engagement mit BI- und Data Warehouse Produkten. Da dies durch organisches Wachstum für amerikanische Technologiekonzerne dieser Größenordnung wohl eher zu langsam geht, werden für HP größere Übernahmeziele wie SAP oder mittelgroße wie Tibco, Teradata, Informatica in Frage kommen.
Insbesondere Teradata als einzig verbleibender großer Spezialist im Data-Warehouse-Appliance Markt ist hier der offensichtliche Kandidat - wird aber schon so lange als Übernahmekandidat gehandelt, dass man es schon fast nicht mehr glauben kann.

Es bleibt das starke Hardwaregeschäft, viele Partnerschaften und die eigene Consulting-Organisation für BI und Data Warehousing.
Die Positionierung der großen Wettbewerber und der Markttrend der Konsolidierung zu Komplettanbietern wird HP wohl auch dazu treiben, sich stärker im Markt für Datenmanagement-Software zu engagieren. Ob das dann erfolgreicher als momentan mit Neoview gelingen kann, hängt sicherlich auch von Veränderungen in der HP Organisation ab. Ein weiterer potenter Wettbewerber ist aber sicherlich nicht unbedingt schlecht für den Markt.


Posted 21.12.10 0:19
Permalink | 130 Kommentare |
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