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Dr. Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK.

Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

Januar 2011 Archives

Passend zu meinen Vermutungen und Aussagen in den Blogs "Wie geht es weiter für HP im BI- und Data Warehouse Markt?" und "Microsoft und HP bieten gemeinsame Data Warehouse Appliance an" kam gestern die offizielle Bestätigung von HP:
"HP has decided to stop actively selling Neoview to new customers."


Posted 27.01.11 7:33
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Hier einige Zahlen und Informationen zum Gesamtjahr 2010 und Business Intelligence im 4. Quartal 2010 aus der offiziellen MItteilung.

Full-Year 2010:
*Revenue of $99.9 billion, up 4 percent
*Record net income of $14.8 billion, up 10 percent;
*Record free cash flow of $16.3 billion, up $1.2 billion;
*Gross profit margin of 46.1 percent, 7th consecutive year of increase.
*In 2010, IBM invested $6 billion to acquire 17 companies, including Clarity Systems, Coremetrics, OpenPages, Netezza and Unica, supporting the Business Analytics growth area.

Fourth-Quarter 2010:
* Business Analytics revenue up 19 percent;
• IBM's software growth was also very strong, up 11 percent excluding the divested PLM operations, a view that best represents IBM's ongoing business. Software growth continues to be led by key areas like business commerce, systems management and Business Analytics.
• Cross business unit initiatives (hardware, software and services), have been successful and are driven by the growth areas (Business Analytics, smarter planet and cloud).
• For IBM Global Business Services, revenue was up 4 percent to $4.8 billion, delivering growth in outsourcing, and in the transactional businesses, both Consulting and Systems Integration.
• IBM continued to have good performance in the growth initiatives in GBS, with Business Analytics revenue up over 40 percent.
• IBM has now added over 4,000 consultants in 2010, and now have over 7,800 dedicated consultants in the Business Analytics practice.
• Delivered Cognos10 to the market in October
• Delivered IBM Consumer Insight -- a new social media analytics offering to the market in December.


Posted 20.01.11 0:17
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Die IT Schwergewichte HP und Microsoft tun sich zusammen und bringen zwei Data Warehouse Appliances auf den Markt. Damit wollen sie ihren Hauptwettbewerbern IBM und Oracle Paroli bieten, die Hardware- und Softwareangebote aus eigenem Haus kombinieren können.

Für den Mittelstand wird die HP Business Decision Appliance angeboten als Paket aus HP Hardware, Windows, MS SQL Server als Datenbank, Sharepoint 2010 und MS Excel mit PowerPivot als Analysewerkzeug. Ausgelegt ist das System auf 80 concurrent user, maximal können 150 unterstützt werden. Unbestätigte Preise starten bei ca. 25.000 Euro, für 50 User werden US$ 60.000 für 50 User, US$ 150.000 für 300 User genannt. Services werden von HP und Microsoft gemeinsam angeboten.

Für größere Data-Warehouse-Umgebungen wird die HP Enterprise Data Warehouse Appliance angeboten, die HP Hardware mit dem Microsoft SQL Server 2008 R2 Parallel Data Warehouse bündelt. Bei einer Datenskalierbarkeit bis 509 Terabyte und einem Einstiegspreis von 1,8 Millionen Euro zielt dieses Paket eher auf das mittelgroße bis große Data Warehouse Segment.

Microsoft hat mit SQL Server 2008 Release 2 neue Funktionen in die Datenbank integriert, die vor allem die Skalierbarkeit für größere Data Warehouse Installationen mit dem Einbau akquirierter Technologie des Appliance-Anbieters DatAllegro verbessern soll. Damit will Microsoft im Data Warehouse Markt auch die größeren Installationen adressieren, die bisher die Domäne von Oracle, Teradata, IBM und spezialisierter Appliance-Lösungen waren. Alle großen Anbieter liefern neben der Datenbank-Software auch Appliance-Lösungen (Hardware/Software-Kombinationen) oder haben wie im Fall von Teradata und Netezza ausschließlich Appliances im Programm. Die schnellere Installation, Senkung der Betriebskosten und leichtere Erweiterbarkeit haben Appliances inzwischen als Basis zur Implementierung von Data Warehouse- und BI-Systemen etabliert. Teradata ist der Altmeister in diesem Segment, IBM verfolgt es schon lange, Newcomer wie Netezza waren oder sind damit sehr erfolgreich, SAP geht diesen Weg mit dem BW Accelerator und der neuen HANA Analytical Appliance und letztlich hat Oracle sich mit dem Sun Akquisition sehr deutlich für diese Lieferform entschieden.
Bleiben von den IT-Schwergewichten HP mit dem Schwerpunkt auf Hardware und Services und Microsoft mit dem Schwerpunkt auf Software, die jeweils im eigenen Portfolio nicht alle Komponenten für eine Appliances haben und somit natürliche Partner für das Angebot an Data Warehouse Appliances sind.

HP hatte sich neben verschiedener kleinerer Datenbankpartner im DWH-Appliance Markt stark mit Oracle Exadata engagiert, wurde aber von Oracle mit der Akquisition von Sun wieder aus dem Rennen genommen. Nicht umsonst stellen HP/Microsoft dann wohl auch einen 50% Kostenvorteil gegenüber Oracle Exadata in den Raum – der natürlich wie immer am konkreten Fall zu überprüfen ist. Die eigene HP Appliance mit der NeoView Datenbank scheint ohnehin kaum Markterfolg zu haben (s. auch Wie geht es weiter für HP im BI- und Data Warehouse Markt?, so dass die Kombination von HP und Microsoft beide Anbieter in dem attraktiven Markt für Data-Warehouse-Appliances deutlich stärken sollte.


Posted 19.01.11 7:19
Permalink | 139 Kommentare |

Composite Software aus San Mateo/USA, ein bekannter Spezialist für die direkte Integration von Daten aus verschiedenen Quellen, verstärkt seine Aktivitäten in Deutschland. Gegründet wurde Composite im Jahr 2002 und kann inzwischen 80 aktive Kunden und 70% jährlichen Wachstums in den letzten zwei Jahren aufweisen.

In der Kernkomponente, dem Composite Information Server, wird ein „virtueller Datenlayer“ aufgebaut, also Metadaten, die den Zugriff auf verschiedenste Datenquellen und die Möglichkeiten der Verbindung der Daten aus diesen Quellen definiert. Für Anwendungen oder Anwenderwerkzeuge wird eine Sicht aus den kombinierten Daten zur Verfügung erstellt, so dass Daten gezeigt und genutzt werden können, die nicht physisch, aber logisch integriert wurden. Dieses Konzept wird im deutschsprachigen Raum auch häufig als Föderation oder föderierte Datenbanken bezeichnet.

Composite wird als Middleware-Komponente eigenständig eingesetzt, aber auch in einigen Business-Intelligence-Lösungen als OEM-Komponente mit angeboten. Composite bietet dann ergänzende Möglichkeiten des flexiblen Datenzugriffs auf unterschiedliche Datenquellen direkt aus dem Frontend. Im Gegensatz zum herkömmlichen ETL-Ansatz müssen diese Daten nicht erst in eine neue Datenbank integriert und repliziert werden, sondern stehen dank der logischen Integration vergleichsweise schnell zur Verfügung. Composite Komponenten finden sich in den Angeboten von IBM Cognos, MicroStrategy, Informatica, PitneyBowes, SAS und weiteren.

Typische Einsatzbereiche für Föderation im Business-Intelligence-Kontext umfassen:

  • Erweiterung eines bestehenden Data Warehouse Schemas um neue Datenquellen, bevor diese physisch in das Data Warehouse integriert werden (können).
  • Aufbau von virtuellen Data Marts für ein bestehendes Data Warehouse.
  • Kurzfristige Verbindung von Datenquellen zur Befriedigung von ad-hoc Anfragen, z.B. nach einem Merger von Unternehmen zur Kombination von Daten aus mehreren Data Warehouses.
  • Ersatz eines Data Warehouse in Fällen, wo die einfache Integration von Daten performant möglich ist, ohne dass Anforderungen an Transformation und Historisierung von Daten oder die Überführung in ein komplexeres Schema bestehen.
  • Erweiterung von Master Data Hubs um Stammdaten aus Datenquellen, die (noch) nicht in den Hub integriert wurden.

Vorteile des Föderationsansatzes sind insbesondere der sehr schnelle Zugriff auf (neue) Datenquellen, da nur Metadaten definiert werden müssen und die hohe Flexibilität bei der Änderung des Zugriffes.
Nachteile des Föderationsansatzes umfassen eingeschränkte Transformationsmöglichkeiten und damit eingeschränkte Möglichkeiten der Datenqualitätssicherung und –verbesserung während der Integration und keine Historisierung von Daten, da nur ein Ad-hoc (Real-Time) Zugriff realisiert wird.
Eine besondere Herausforderung des virtuellen Ansatzes ist der Zugriffsschutz von Daten. Trotz rollen-basierten Berechtigungskonzepten bis hinunter auf Datensatzebene ist der Funktionsumfang an Datenzugriffseinschränkungen eines BI-Anwenderwerkzeuges teilweise nur schwer durch den virtuellen Ansatz abbildbar. Vor allem an dieser Stelle lohnt sich ein detaillierter Blick.

Eine ausführliche Beschreibung und Bewertung der Composite Lösung steht in der BARC-Studie „Data Warehousing und Datenintegration“ bereit.


Posted 19.01.11 2:27
Permalink | 243 Kommentare |

Donald Farmer, einer der wesentlichen Köpfe hinter Microsoft's heutigem Business Intelligence Angebot geht zu QlikTech.

Als Grund nennt er in seinem Blog, dass er lieber in einer kleineren Organisation arbeiten möchte. Donald Farmer war zuletzt in einigen Bereichen des SQL Servers, für das Data Mining Angebot und die Entwicklung von PowerPivot (der Antwort von Microsoft auf QlikTech) verantwortlich und hat damit die Microsoft BI Platform stark mitgeprägt. Neben der Produktdefinition war er aber auch in der Lage Strategie, Technologie und Nutzen klar zu erklären und hat sich so als Ansprechpartner weltweit eine hohe Reputation erworben. Sicherlich ein herber Verlust für Microsoft und eine gute Verstärkung für QlikTech.

Zum Jahreswechsel gibt es noch weitere Veränderungen im Microsoft Management, sehen wir mal ob sich die Produktstrategie und -entwicklung verändert.


Posted 14.01.11 0:26
Permalink | 171 Kommentare |

Nach der Akquisition von Unica durch Siebel positioniert sich auch Teradata im Markt für Marketing Automation Software.

Kein Jahresende ohne Aufkäufe: Teradata gibt kurz vor Weihnachten die Akquisition von Aprimo für 525 Mio. US$ zzgl. 25 Mio. US$ Schuldenübernahme bekannt.
Damit sind die großen Datenmanagementanbieter Oracle-Siebel, IBM-Unica, Teradata-Aprimo sowie SAS mit dedizierten Lösungen zur Automation von Marketing-Prozessen klar gegeneinander positioniert.
Fragt sich nur, wie es mit der Partnerschaft zwischen Teradata und SAS bestellt ist, denn eigentlich müßten doch solche Applikationen genau in das Partnerschaftsmodell passen: Analytische Applikation und Methoden von SAS arbeiten mit Daten im Customer Data Warehouse auf Teradata. Jetzt macht Teradata in diesem Segment dem Partner Konkurrenz.

Weitere Hintergründe in "The Register".


Posted 7.01.11 4:56
Permalink | 13 Kommentare |
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