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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK.

Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

April 2012 Archives

Auf der gemeinsamen Tagung von BARC mit dem Österreichischen Controller Institut (ÖCI) wurden in diesem Jahr zum 7. Mal ein Marktüberblick von 15 relevanten Softwareanbietern für Business Intelligence gegeben (Nachlese hier). Die fachliche Ergänzung der Lösungspräsentationen durch die Hersteller erfolgte durch eine Betrachtung der Markttrends und ihrer Abbildung in der Werkzeugentwicklung durch BARC sowie der Betrachtung aktueller Entwicklungen im Controlling durch den ÖCI.

Es wurden dabei einige Trends in Planung und Reporting aus dem ÖCI Panel (Befragung 2011, n=305) vorgestellt. Sie erlauben einen Blick auf die Lage in Österreich, die allerdings in vielen Punkten übertragbar auf andere Länder sein dürfte, zumindest für den mittelständischen Markt:
- Das Reporting erfolgt typischerweise Ultimo +10 Arbeitstage.
- Angestrebte Verbesserungen/Veränderungen im Reporting sind vor allem eine bessere optische Aufbereitung (48%), Intensivierung der Kommentierung (38%) sowie die verstärkte Aufnahme nicht-monetärer Kennzahlen (38%).
- Planungsprozesse starten leicht überwiegend bottom-up (was zu vermeidbaren Planungsschleifen führen kann).
- Eine Verschränkung von Mehrjahresplanung und Budgetierung ist von 46% der Unternehmen realisiert worden, 24% folgen dem klassischen Modell einer Mittelfristplanung vor einer Budgetierung, 29% erstellen die Mittelfristplanung auf Basis der Budgetierung.
- Angestrebte Verbesserungen/Veränderungen in Planungsprozessen sind Verkürzung des Planungsprozesses (33%) und Forcierung der Top-Down Planung (25%). 22% wollen das Planungsdetail erhöhen, 15% senken. 22% wollen Planungsaktivitäten dezentralisieren, 13% zentralisieren.
- Optimierungsprojekte im Bereich ihrer Softwarelösungen planen 53% für die Planung und 58% für das Reporting.


Posted 30.04.12 7:55
Permalink | 156 Kommentare |

Momentan scheint wirklich jeder sein Produkt mit dem Label Big Data zu schmücken - vom Storage Anbieter über Datenbankanbieter jeder Couleur bis hin zu verschiedensten Anbietern von für BI- und Analysewerkzeugen. Und jeder definiert sich Big Data so, wie es zu seinen Produkten paßt.
Zeit also für eine übergreifend nutzbare Definition.
Hier ist mein Vorschlag:

Big Data

bezeichnet Methoden und Technologien

für die hochskalierbare

Erfassung, Speicherung und Analyse

polystrukturierter Daten.

Es geht also nicht nur um Tools (aber es gibt durchaus einige neuen Werkzeuge für Big Data).
Es geht immer um Herausforderungen der Skalierbarkeit, insbesondere hinsichtlich
*Datenmengen
*Anzahl Anwender
*Schnelle Bereitstellung neuer Daten
*Analytische Komplexität

Big Data umfasst alle Ebenen einer BI- und Datenmanagement-Infrastruktur und die gesamte Prozesskette - von der Akquisition und Integration von Daten bis hin zur Auswertung und Präsentation an den Anwender.
Wesentliche Eigenschaft von Big Data ist auch die gleichzeitige Behandlung von Daten in unterschiedlichsten Strukturen und Modellen - also von polystrukturierten Daten.

Big Data Definition.gif

Ein großes Data Warehouse oder eine In-Memory Datenbank sind somit per se noch keine Big Data Anwendungen oder Technologien. Es ist die Kombination aus den verschiedenen hier benannten Aspekten, die Big Data ausmachen und ihm auch seine besonderen Reiz verleihen. Big Data Ansätze werden genau da interessant, wo traditionelle Systeme aufgrund der Komplexität zu teuer werden

Ich freue mich über weiteres Feedback und eine fortgesetzte Diskussion zu diesem spannenden neuen Thema, welches die Aufmerksamkeit für Business Intelligence im Speziellen aber auch für die Informationstechnologie im Generellen momentan beflügelt. Schreiben Sie mir an carsten.bange@barc.de

Edit: Wegen einiger Nachfragen die Definition auch auf englisch:

Big Data describes methods and technologies for highly scalable integration, storage and analysis of poly-structured data.


Posted 17.04.12 7:43
Permalink | 142 Kommentare |
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