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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK. Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

Recently in Cubeware Category

Die drei Gründer und Geschäftsführer von Cubeware Hermann Hebben, Martin Schlagbauer und Christian Stöllinger sind ausgeschieden, wie jetzt auch offiziell im Unternehmensregister bekannt gemacht wurde.
Der Abgang geschieht ziemlich genau drei Jahre nach dem Verkauf von Cubeware im Juli 2008 an den indischen Softwarekonzern Cranes.
Cranes hat jetzt mit Suresh Saligram Rajashekar einen kaufmännischen Geschäftsführer eingesetzt, allerdings ist die operative Geschäftsleitung noch nicht geregelt.
Momentan scheint sich eine interne Lösung abzuzeichnen. Dies wäre positiv, denn die Firma Cubeware ist sicherlich auch deshalb so erfolgreich gewesen, da die Gründer ihren persönlichen Stil mit Angestellten und Kunden gepflegt haben. Den gilt es weiterzuführen.
Bis zum Kundentag Anfang September sollte Cubeware eine Lösung präsentieren können.


Posted 9.08.11 3:50
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Heute gab prevero die Übernahme von Winterheller bekannt - eine weitere Konsolidierung in der deutschen BI-Landschaft.

Winterheller hatte vor allem in den Jahren 2008-2009 erhebliche Schwierigkeiten, fing sich dann aber 2010 wieder. prevero hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt und wächst nun auf mehr als die doppelte Größe, da hier der kleinere (aber dynamischere) Anbieter den größeren (aber angeschlagenen) übernimmt.

Mit ca. 130 Mitarbeitern und von uns geschätzten 7-8 Millionen Software-Umsatz in Deutschland und 12-13 Millionen Euro Gesamt-Umsatz entsteht durch den Zusammenschluss ein neuer größerer mittelständischer BI-Spezialist, der sich knapp unterhalb der von amerikanischen Anbietern (außer SAP) dominierten Top 10 der BI-Anbieter in Deutschland platzieren sollte.

Softwareseitig handelt es sich im Kern eher um komplementäre Lösungen. Prevero bietet eine Plattform, auf deren Basis Planungs-, Analyse- und Reportinglösungen entwickelt werden können. Winterheller verfolgt den Ansatz der standardisierten Finanzplanung, die von einer eingebauten betriebswirtschaftlichen Logik unterstützt wird. Dieser starke Planungskern von Winterheller wird durch Analyse- und Reportinglösungen von Partnern ergänzt, z.B. Bissantz, QlikTech und Cubeware.
In einem perspektivischen Zusammenwachsen der Produktlinien könnten genau diese ergänzenden Funktionen für Winterheller von prevero gestellt werden, während die beiden Planungsansätze der Produkte sicherlich parallel weitergeführt werden können: Einerseits eher der offene Planungsplattformansatz von prevero, der hohe Flexibilität und Funktionen für verteilte Planung unterstützt und tendenziell eher von größeren Unternehmen eingesetzt wird; auf der anderen Seite Winterheller mit dem hohen Grad an Standardisierung und Vordefinition für die Finanzplanung, die tendenziell eher von kleineren Unternehmen oder kleineren Gruppen im Unternehmen eingesetzt wird (auch wenn Winterheller mit neuen Entwicklungen jetzt auch auf größere Szenarien abzielt).

Technisch gesehen sind die Lösungen unterschiedlich entwickelt (Winterheller auf .NET und prevero auf Java). Dies verhindert ein schnelles Verschmelzen der Applikationen. Ein Zusammenspiel ist dennoch gut möglich, da beide Lösungen eine relationale Datenbank, präferiert den MS SQL Server, als Basis nutzen. Die mit Winterheller geplanten Daten können von prevero so direkt aus der Datenbank z.B. in Berichte aufbereitet werden.

Insgesamt macht prevero einen deutlichen Sprung auf der deutschen BI-Softwarelandkarte. Bisher überwiegend nur in der Branche Energieversorger verbreitet kann nun ein deutlich breiteres Marktsegment noch besser adressiert werden. Zu den ehrgeizigen Expansionsplänen paßt auch die kürzliche Einstellung des ehemaligen QlikTech Deutschland Geschäftsführers Ulrich Beckmann. Wir können also davon ausgehen, dass prevero deutlich sichtbarer wird und sowohl den größeren BI-Anbietern als auch den Rivalen im Planungsbereich wie Corporate Planning ein stärkerer Wettbewerber erwachsen kann.


Posted 9.06.11 0:59
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Die gestern und heute stattfindende BARC-Tagung BI war mit ca. 200 Teilnehmer wieder erfreulich gut besucht. Das Ziel der Veranstaltung einen einmaligen Überblick des Werkzeugmarktes für Business Intelligence zu liefern wurde mit einem schönen Marktquerschnitt von 16 führenden Anbietern sehr gut erreicht.

Die Mischung der Anbieter zeigte die wesentlichen Marktsegmente: Die fünf großen IT-Generalisten mit BI-Produktportfolio IBM, Infor, Microsoft, Oracle, SAP, fünf global präsente BI-Spezialisten Information Builders, JasperSoft, MicroStrategy, Qliktech und SAS sowie die lokalen Spezialisten Arcplan, Bissantz, Board, Cubeware, LucaNet und PST zeigten ihre Lösungen.
Dabei wurden zahlreiche Neuigkeiten gezeigt:


  • Erstmals in Deutschland auf einer öffentlichen Veranstaltung präsentierten IBM und SAP ihre jeweils gerade fertiggestellten großen neuen Versionen Cognos 10 und BusinessObjects 4.0.

  • Jaspersoft gab einen ersten Einblick in das „Ruby“ Release der Commercial Open Source Software,

  • MicroStrategy die neuen Mobilen BI-Fähigkeiten,

  • Arcplan zeigte sein neues Projekt zur Verbindung von Social-Media-Daten mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen,

  • Oracle das erst im Sommer veröffentlichte Business Intelligence 11g Edition.

Auch viele weitere Anbieter auf der Tagung konnten zeigen, wie sie mit Innovationen in ihren Produkten weiterhin ihre differenzierenden Wettbewerbsvorteile gegenüber dem immer größer werdenden Wettbewerb behaupten können.

Als Neuigkeit können nicht nur Teilnehmer der Tagung die Präsentationen der Lösungen noch einmal in einer Web-Plattform mit aufgezeichneten und strukturierten Software-Demonstrationen anschauen.

Im Februar 2011 (22./23.2.) geht die BARC Tagungsreihe weiter mit einem Blick auf Planungs- und Controllinglösungen für mittelständische Unternehmen oder abgegrenzte Projekte in Großunternehmen.


Posted 17.11.10 7:39
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