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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK. Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

Recently in IBM Category

Oracle hat gerade auf der mit 45.000 Besuchern best besuchten Oracle Open World die Exalytics Appliance angekündigt. Damit verstärkt Oracle sein Engagement im In-Memory Datenbankmarkt mit einer Appliance, die TimesTen oder Oracle Essbase als In-Memory Datenbanken anbietet und zusätzlich eine parallelisierte Version der Oracle BI Foundation enthält. Keine völligen Neuentwicklungen also, aber eine Appliance, die 1 TB Hauptspeicher mit überarbeiteten Versionen von TimesTen und Hyperion Essbase sowie Oracle BI Foundation Suite bündelt.

Hardware
Die Exalytic Appliance ist hardwareseitig mit 1 TB DRAM und 40 Cores ausgestattet. Mit der inzwischen verfügbaren Kompressionsrate von ca. 10x können also um die 10TB Rohdaten aufgenommen werden.
Software
Exalytics wird mit den beiden schon vor einigen Jahren zugekauften In-Memory Datenbanken TimesTen und Essbase sowie mit Oracle BI Foundation Suite angeboten.
Als relationale In-Memory Datenbank wird TimesTen angeboten, die Oracle 2005 übernommen hatte aber bisher bei Oracle eher ein Schattendasein gefristet hat.
Oracle Hyperion Essbase ist zusätzlich als multidimensionale In-Memory Datenbank in Exalytics verfügbar. Essbase kam 2007 mit der Hyperion Übernahme in das Portfolio und wurde in den letzten Jahren wieder besser unterstützt (z.B. durch Anbindung an den Oracle BI Server).
Eine parallelisierte Version der Oracle BI Foundation Suite mit überarbeiteten Anwenderkomponenten für Such-ähnliche Abfragen komplettiert das Exalytics Appliance Paket.
Architektur
Die In-Memory Datenbanken in Exalytics werden durch eine Infiniband Verbindung mit einer Oracle Datenbank oder Exadata verbunden, so dass Exalytics nicht als Stand-Alone System funktioniert sondern eher wie ein In-Memory Data Mart. Die Daten in den In-Memory Datenbanken in Exalytics werden durch eine heuristische Funktion aufgrund ihres Abfrageverhaltens ständig überprüft und aus der zugrundeliegenden Datenbank geladen ('Heuristic adaptive in-memory cache"). Somit bilden Basisdatenbank und Exalytics ein gemeinsames System.
Die Kombination Exalytics auf einer Standard Oracle RDBMS soll 18x schneller sein als die RDBMS alleine. Exalytics auf einer Exadata sogar 23x schneller als die Standard RDBMS.

Steht Exadata für die Aufrüstung von Data Warehouse Hardware, stellt Exalytics ergänzende In-Memory Data Marts mit BI-Software bereit. Dies ist eine Veränderung der bisher Oracle-RDMBS zentrierten Strategie und nutzt die im Portfolio vorhandenen Technologien TimesTen und Essbase.
Oracle reagiert damit auf die verstärkten In-Memory Bemühungen der Wettbewerber:
IBM positioniert stark die multidimensionale Datenbank TM1 und hat eine In-Memory Option für DB2 angekündigt.
Microsoft baut die Datenbank hinter PowerPivot - Vertipaq - zu einer ergänzenden In-Memory Datenbank aus, die neben der ebenfalls im Hauptspeicher ablauffähigen multidimensionalen Datenbank SQL Server Analysis Services steht.
SAP entwickelt die In-Memory Datenbank HANA als eigene Datenbankalternative.


Posted 2.10.11 20:12
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Die Bündelung verschiedener Datenmanagement-Aufgaben in Datenmanagement-Plattformen ist ein schon länger zu beobachtender Trend im Markt. Als Plattform kann man hier eine Sammlung verschiedener Werkzeuge, Algorithmen oder Technologien verstehen, die auf gemeinsame Basis-Services zurückgreifen, z.B. eine Workflow-Steuerung, Datenzugriffsmechanismen o.ä.

Es sind überwiegend Technologien für Datenintegration und Datenqualitätsmanagement aber auch Datenspeicherung, die in den letzten Jahren zu Plattformen zusammengeführt wurden. Teils durch Weiterentwicklung der Werkzeuge aus einem Bereich, häufig aber auch durch Übernahmen anderer Anbieter und ihrer Lösungen. Dieser Trend begann 2002, als der Datenintegrationsspezialist Ascential (2005 von IBM gekauft) die Datenqualitätsspezialisten Vality und MetaGenix übernahm. Viele weitere Konsolidierungen dieser Art waren in den Folgejahren zu verzeichnen, unter anderem übernahm Group1 die Firma Sagent, Trillium kaufte Avellino, Informatica schluckte Similarity und Business Objects verleibte sich First Logic und Fuzzy Informatik ein. Die Entwicklung hält an: Erst kürzlich stellte der größte deutsche Spezialist für Datenqualitätslösungen, die Pforzheimer Uniserv AG, die Erweiterung seiner Produktpalette um Datenintegrationsmöglichkeiten (von Talend) vor.

Der Nutzen von Datenmanagement-Plattformen für den Anwender liegt in der Reduktion der Anzahl an Anbieter und (bei gelungener Integration) auch an Werkzeugen für die unterschiedlichen Datenmanagement-Aufgaben. Dies hat Vorteile bei Lizenzkosten, Wartungsgebühren, Einarbeitungs-/Schulungsaufwänden und Kosten der Unterhaltung von Schnittstellen zwischen Systemen. Häufig erwähnt sind Verkürzungen von Entwicklungszeiten durch eine aufgabenübergreifende Wiederverwendbarkeit von bspw. DQ-Regeln aus der Datenanalyse in der Bereinigung oder dem ETL-Job. Mehr Transparenz und eine bessere Nachvollziehbarkeit gewährleistet die zentrale Sicht auf fachliche und technische Zusammenhänge und Begriffe sowie für den Betrieb. Erst kürzlich wies die Studie „Next Generation Data Integration“ (TDWI 2011) die Bündelung von Technologien mehrere Anbieter in einer Plattform als Hauptgrund für den Wechsel von Datenintegrationswerkzeugen aus – was noch einmal zeigt, dass dieses Thema für Anwender einen hohen Stellenwert hat und tatsächlich Kaufentscheidungen beeinflußt.
TDWI DI Wechsel.png


Posted 14.06.11 1:30
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Hier einige Zahlen und Informationen zum Gesamtjahr 2010 und Business Intelligence im 4. Quartal 2010 aus der offiziellen MItteilung.

Full-Year 2010:
*Revenue of $99.9 billion, up 4 percent
*Record net income of $14.8 billion, up 10 percent;
*Record free cash flow of $16.3 billion, up $1.2 billion;
*Gross profit margin of 46.1 percent, 7th consecutive year of increase.
*In 2010, IBM invested $6 billion to acquire 17 companies, including Clarity Systems, Coremetrics, OpenPages, Netezza and Unica, supporting the Business Analytics growth area.

Fourth-Quarter 2010:
* Business Analytics revenue up 19 percent;
• IBM's software growth was also very strong, up 11 percent excluding the divested PLM operations, a view that best represents IBM's ongoing business. Software growth continues to be led by key areas like business commerce, systems management and Business Analytics.
• Cross business unit initiatives (hardware, software and services), have been successful and are driven by the growth areas (Business Analytics, smarter planet and cloud).
• For IBM Global Business Services, revenue was up 4 percent to $4.8 billion, delivering growth in outsourcing, and in the transactional businesses, both Consulting and Systems Integration.
• IBM continued to have good performance in the growth initiatives in GBS, with Business Analytics revenue up over 40 percent.
• IBM has now added over 4,000 consultants in 2010, and now have over 7,800 dedicated consultants in the Business Analytics practice.
• Delivered Cognos10 to the market in October
• Delivered IBM Consumer Insight -- a new social media analytics offering to the market in December.


Posted 20.01.11 0:17
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Die IT Schwergewichte HP und Microsoft tun sich zusammen und bringen zwei Data Warehouse Appliances auf den Markt. Damit wollen sie ihren Hauptwettbewerbern IBM und Oracle Paroli bieten, die Hardware- und Softwareangebote aus eigenem Haus kombinieren können.

Für den Mittelstand wird die HP Business Decision Appliance angeboten als Paket aus HP Hardware, Windows, MS SQL Server als Datenbank, Sharepoint 2010 und MS Excel mit PowerPivot als Analysewerkzeug. Ausgelegt ist das System auf 80 concurrent user, maximal können 150 unterstützt werden. Unbestätigte Preise starten bei ca. 25.000 Euro, für 50 User werden US$ 60.000 für 50 User, US$ 150.000 für 300 User genannt. Services werden von HP und Microsoft gemeinsam angeboten.

Für größere Data-Warehouse-Umgebungen wird die HP Enterprise Data Warehouse Appliance angeboten, die HP Hardware mit dem Microsoft SQL Server 2008 R2 Parallel Data Warehouse bündelt. Bei einer Datenskalierbarkeit bis 509 Terabyte und einem Einstiegspreis von 1,8 Millionen Euro zielt dieses Paket eher auf das mittelgroße bis große Data Warehouse Segment.

Microsoft hat mit SQL Server 2008 Release 2 neue Funktionen in die Datenbank integriert, die vor allem die Skalierbarkeit für größere Data Warehouse Installationen mit dem Einbau akquirierter Technologie des Appliance-Anbieters DatAllegro verbessern soll. Damit will Microsoft im Data Warehouse Markt auch die größeren Installationen adressieren, die bisher die Domäne von Oracle, Teradata, IBM und spezialisierter Appliance-Lösungen waren. Alle großen Anbieter liefern neben der Datenbank-Software auch Appliance-Lösungen (Hardware/Software-Kombinationen) oder haben wie im Fall von Teradata und Netezza ausschließlich Appliances im Programm. Die schnellere Installation, Senkung der Betriebskosten und leichtere Erweiterbarkeit haben Appliances inzwischen als Basis zur Implementierung von Data Warehouse- und BI-Systemen etabliert. Teradata ist der Altmeister in diesem Segment, IBM verfolgt es schon lange, Newcomer wie Netezza waren oder sind damit sehr erfolgreich, SAP geht diesen Weg mit dem BW Accelerator und der neuen HANA Analytical Appliance und letztlich hat Oracle sich mit dem Sun Akquisition sehr deutlich für diese Lieferform entschieden.
Bleiben von den IT-Schwergewichten HP mit dem Schwerpunkt auf Hardware und Services und Microsoft mit dem Schwerpunkt auf Software, die jeweils im eigenen Portfolio nicht alle Komponenten für eine Appliances haben und somit natürliche Partner für das Angebot an Data Warehouse Appliances sind.

HP hatte sich neben verschiedener kleinerer Datenbankpartner im DWH-Appliance Markt stark mit Oracle Exadata engagiert, wurde aber von Oracle mit der Akquisition von Sun wieder aus dem Rennen genommen. Nicht umsonst stellen HP/Microsoft dann wohl auch einen 50% Kostenvorteil gegenüber Oracle Exadata in den Raum – der natürlich wie immer am konkreten Fall zu überprüfen ist. Die eigene HP Appliance mit der NeoView Datenbank scheint ohnehin kaum Markterfolg zu haben (s. auch Wie geht es weiter für HP im BI- und Data Warehouse Markt?, so dass die Kombination von HP und Microsoft beide Anbieter in dem attraktiven Markt für Data-Warehouse-Appliances deutlich stärken sollte.


Posted 19.01.11 7:19
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Nach der Akquisition von Unica durch Siebel positioniert sich auch Teradata im Markt für Marketing Automation Software.

Kein Jahresende ohne Aufkäufe: Teradata gibt kurz vor Weihnachten die Akquisition von Aprimo für 525 Mio. US$ zzgl. 25 Mio. US$ Schuldenübernahme bekannt.
Damit sind die großen Datenmanagementanbieter Oracle-Siebel, IBM-Unica, Teradata-Aprimo sowie SAS mit dedizierten Lösungen zur Automation von Marketing-Prozessen klar gegeneinander positioniert.
Fragt sich nur, wie es mit der Partnerschaft zwischen Teradata und SAS bestellt ist, denn eigentlich müßten doch solche Applikationen genau in das Partnerschaftsmodell passen: Analytische Applikation und Methoden von SAS arbeiten mit Daten im Customer Data Warehouse auf Teradata. Jetzt macht Teradata in diesem Segment dem Partner Konkurrenz.

Weitere Hintergründe in "The Register".


Posted 7.01.11 4:56
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Die Veröffentlichung von Geschäftsberichten und anderen externen Berichten ist für große Unternehmen ein mühsamer Prozess mit vielen Beteiligten, Gestaltungsfragen, Datenmanagement und rechtlichen Vorschriften. Lösungsanbieter für Konsolidierung und externes Berichtswesen ergänzen ihr Portfolio zur Automatisierung der Veröffentlichungsprozesse von externen Berichten.
Sie wollen damit den unterstützten Prozess erweitern und bieten eine Funktionalität, die bisher von meist kleinen Softwarespezialisten für Redaktionssysteme angeboten wird.

Von den großen Anbietern startete Oracle in diesem Jahr mit der Ankündigung von Oracle Hyperion Financial Close Management und Oracle Hyperion Disclosure Management (XBRL-Tool) als Ergänzungsprodukte für die EPM Suite.

IBM übernahm im Oktober 2010 Clarity Systems und neben den Planungs- und Konsolidierungsprodukten scheint das Modul Clarity FSR zur Automatisierung der Erstellung externer Finanzberichte von besonderem Interesse für IBM zu sein - wahrscheinlich sogar der Hauptgrund für die Übernahme.

SAP konterte kürzlich mit dem Kauf von zwei Produkten des deutschen SAP-Beratungshauses cundus: (Financial) Statement Factory und informationCollector / IFRS-Notes.

Wen gibt es noch für diese Aufgabenstellung?

Unter den Performance Management Spezialisten hat Tagetik ein eigenes Modul für Collaborative Disclosure Management im Angebot.

Ein spezialisiertes Redaktionssystem für die Gestaltung und Publikation von Geschäftsberichten, das vIele Konzerne im deutschsprachigen Raum nutzen, ist FIRE.sys der Michael Konrad GmbH.


Posted 21.12.10 21:34
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Die gestern und heute stattfindende BARC-Tagung BI war mit ca. 200 Teilnehmer wieder erfreulich gut besucht. Das Ziel der Veranstaltung einen einmaligen Überblick des Werkzeugmarktes für Business Intelligence zu liefern wurde mit einem schönen Marktquerschnitt von 16 führenden Anbietern sehr gut erreicht.

Die Mischung der Anbieter zeigte die wesentlichen Marktsegmente: Die fünf großen IT-Generalisten mit BI-Produktportfolio IBM, Infor, Microsoft, Oracle, SAP, fünf global präsente BI-Spezialisten Information Builders, JasperSoft, MicroStrategy, Qliktech und SAS sowie die lokalen Spezialisten Arcplan, Bissantz, Board, Cubeware, LucaNet und PST zeigten ihre Lösungen.
Dabei wurden zahlreiche Neuigkeiten gezeigt:


  • Erstmals in Deutschland auf einer öffentlichen Veranstaltung präsentierten IBM und SAP ihre jeweils gerade fertiggestellten großen neuen Versionen Cognos 10 und BusinessObjects 4.0.

  • Jaspersoft gab einen ersten Einblick in das „Ruby“ Release der Commercial Open Source Software,

  • MicroStrategy die neuen Mobilen BI-Fähigkeiten,

  • Arcplan zeigte sein neues Projekt zur Verbindung von Social-Media-Daten mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen,

  • Oracle das erst im Sommer veröffentlichte Business Intelligence 11g Edition.

Auch viele weitere Anbieter auf der Tagung konnten zeigen, wie sie mit Innovationen in ihren Produkten weiterhin ihre differenzierenden Wettbewerbsvorteile gegenüber dem immer größer werdenden Wettbewerb behaupten können.

Als Neuigkeit können nicht nur Teilnehmer der Tagung die Präsentationen der Lösungen noch einmal in einer Web-Plattform mit aufgezeichneten und strukturierten Software-Demonstrationen anschauen.

Im Februar 2011 (22./23.2.) geht die BARC Tagungsreihe weiter mit einem Blick auf Planungs- und Controllinglösungen für mittelständische Unternehmen oder abgegrenzte Projekte in Großunternehmen.


Posted 17.11.10 7:39
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"Predictive Analytics" und verwandte oder synonyme Themen wie Data Mining, Datenmustererkennung, Business Analytics, statistische Vorhersage etc. erfreuen sich wachsender Aufmerksamkeit. Letztlich geht es um die Frage, wie mit fortgeschrittener Analysetechnologie ein Mehrwert aus den vorhandenen (und häufig teuer aufgebauten) Datenbeständen, z.B. in Data Warehouses, gezogen werden kann.
Hier eine kurze Marktübersicht und Umsatzschätzung:

Um die Marktbedeutung in Zahlen zu fassen und auch zukünftig eine Entwicklung darstellen zu können, haben wir bei BARC einmal geschätzt, welcher Anteil des Gesamtumsatzes für Business-Intelligence-Software in Deutschland (s. BARC Marktzahlen BI 2009) auf Lösungen für Predictive Analytics fällt. Das Ergebnis: Wir schätzen, dass eine Größenordnung von sieben bis zehn Prozent (ca. 60-80 Mio. Euro) des Gesamtmarktes für BI in Deutschland auf Werkzeuge und Anwendungen für Predictive Analytics und Data Mining fällt.
Klarer Marktführer ist dabei SAS mit einem breiten Portfolio von Werkzeugen und Anwendungen im Bereich fortgeschrittene Analyse. Gefolgt wird SAS von IBM, die sich mit dem Zukauf der Nummer 2 im Markt - SPSS - verstärkt haben. Neben diesen beiden großen im Markt gibt es noch einige BI-Anbieter wie Microstrategy oder Bissantz, die entsprechende Verfahren mit in ihren Lösungen anbieten und eine Vielzahl an kleinen Spezialisten wie Angoss, InforSense, KXEN, prudsys oder Viscovery. Wachsendes Interesse können sicher auch Open Source Lösungen wie Rapidminer von Rapid-I, KNIME oder Weka verzeichnen (s. BARC-Studie Open Source BI). Letztlich tümmeln sich noch die Datenbankanbieter mit eingebetteten Data-Mining-Funktionen im Markt, allen voran Oracle und Microsoft.


Posted 14.07.10 2:27
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Der BI-Gesamtmarkt wächst im Jahr 2009 insgesamt 8 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 816 Millionen Euro an Lizenz- und Wartungserlösen für BI-Software in Deutschland –
doch es gibt nicht nur Gewinner.

Einige Kernergebnisse:
Der Markt wächst im Jahr 2009 insgesamt 8 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 816 Millionen Euro an Lizenz- und Wartungserlösen für BI-Software in Deutschland.

Das stärkste Wachstum bei den größeren Anbietern (Top 2 Quartile der Top 50 Anbieter, Umsatz >3,4 Mio. Euro) verzeichnet IBM, die sowohl organisch in beiden Marktsegmenten als auch durch Zukauf von SPSS gewachsen sind. Die BI-Spezialisten Informatica, Evidanza, Qliktech und Information Builders folgen mit Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent. Auch in der unteren Hälfte der Top50 gibt es stark wachsende Herausforderer wie Exasol, Sybase, Tagetik, Board oder LucaNet.

Die Entwicklung der Anbieter wird insgesamt differenzierter: 2009 konnten 24 der 52 Anbieter im Segment >1 Millionen Euro Umsatz nicht wachsen. Einzelne Anbieter mussten dabei Umsatzrückgänge bis zu 35 Prozent hinnehmen.

Der Umsatz mit BI-Anwenderwerkzeugen (Frontends) und -Applikationen steigt um 6 Prozent auf 474 Millionen Euro; der Backend/Datenmanagement-Bereich wächst um 10 Prozent auf 342 Millionen Euro.

Trotz Übernahmen nimmt die Anzahl der Anbieter weiter zu. Insgesamt bieten mehr als 150 Unternehmen Software für Business-Intelligence-Aufgaben in Deutschland an. Inzwischen erzielen 52 Anbieter einen Umsatz von 1 Millionen Euro oder mehr (Vorjahr: 49 Mio. Euro). Neu im „Club der Millionäre“ 2009: Exasol, HP, Jedox und Tagetik.

Die Konzentration nimmt weiter zu: Der Marktanteil der „großen Fünf“ Anbieter (Oracle, SAP, IBM, SAS, Microsoft) steigt auf 61 Prozent (Vorjahr: 57%), der Anteil der Top10 von 64% auf 70%. Die Konzentration auf wenige Großanbieter ist dabei im Backend-Bereich deutlich ausgeprägter als bei BI-Anwenderwerkzeugen.

Die Aussicht für den Business-Intelligence-Markt 2010 ist positiv. BARC erwartet 10-15 Prozent Marktwachstum für 2010. Wir schätzen, dass im Jahr 2012 mehr als 1 Milliarde Euro Umsatz mit BI-Software in Deutschland erzielt werden wird.

Die Top 10 Tabellen und weitere Informationen sind kostenfrei in einer Research Note bei BARC verfügbar.

Weiterhin bieten wir neben den kostenfrei veröffentlichten Top10-Rankings umfangreiche Services für BI Marktzahlen an, z.B. die Gesamtliste der 52 BI-Softwareanbieter mit >1 Mio. Euro Lizenz- und Wartungsumsatz, spezifische Marktzahlen inklusive Wachstumsszenario/ 5-Jahres-Prognosezeitfenster zum deutschen, europäischen und globalen BI-Software und Services Markt oder IT-Ausgaben für Business Intelligence in Subbranchen sowie Unternehmensgrößenklassen.


Posted 9.07.10 7:00
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SAP und Microsoft kündigen an, Ihre Partnerschaft bezüglich SAP BO Planning and Consolidation zu vertiefen. Konkret bietet Microsoft damit seinen Kunden aktiv an, das SAP-Planungs- und Konsolidierungswerkzeug als Ergänzung zu den Microsoft BI-Tools zu nutzen. Eine Interessante Form der "Coopetition", konkurrieren beide Anbieter doch immer stärker im BI-Bereich.

SAP BusinessObjects Planning and Consolidation stammt aus der Outlooksoft-Übernahme durch SAP im Jahr der großen Übernahmen 2007.
Outlooksoft war im Nordamerikanischen Markt erfolgreich gegen den dortigen Marktführer für Planungs- und Konsolidierungslösungen Hyperion angetreten, was diese Übernahme als die SAP-Antwort auf Oracle's vorherige Übernahme von Hyperion erscheinen ließ. Insbesondere, da Oracle verkündete, dass Hyperion von den drei großen BI-Anbietern auf dem Markt als Akquisitionsziel ausgewählt wurde, da sie die meisten SAP-Kunden im Bestand hätten und Oracle hierdurch noch besseren Zugang zu SAP-Kunden bekommen könne.
Technologisch ist die Partnerschaft zwischen Microsoft und SAP sinnvoll, denn ein Blick auf Architektur und Komponenten des Werkzeuges zeigt eine so tiefe Microsoft-Integration, dass man durchaus annehmen kann, dass in dem Businessplan von Outlooksoft eine Übernahme durch Microsoft als die angestrebte Exit-Option für die Investoren aufgeführt war. Nachdem Microsoft 2007 jedoch nicht Outlooksoft sondern den Analyseanbieter ProClarity übernommen hatte und den PerformancePoint Server als Planungswerkzeug selbst auf den Markt brachte, mußten sich die Outlooksoft Investoren zügig nach einem anderen Käufer umschauen, den sie in der SAP dann auch fanden.

Die tiefe Microsoft Integration von SAP BO Planning and Consolidatoin zeigt sich auf allen Ebenen der Architektur: Datenintegration und Speicherung erfolgt im Microsoft SQL Server, Frontend ist Excel und sogar die Planungslogik ist in Stored Procedures im SQL Server abgelegt. Letzteres wird auch der Grund dafür sein, warum sich SAP in den 2,5 Jahren seit der Übernahme so schwer damit tut, eine NetWeaver BW basierende Version des Werkzeuges auf den Mark zu bringen - letztlich mußten große Teile in ABAP neu entwickelt werden, da genau die tiefe Microsoft Integration für eine Portierbarkeit auf andere Plattformen eher hinderlich ist.

Neben der tiefen technischen Integration mit Microsoft-Technologie hatte Microsoft die offensichtliche Herausforderung, seine Lücke im BI-Portfolio im Bereich der Planung nach der Aufgabe des PerformancePoint Servers in diesem Jahr zu schließen. Da der Markt für Planungswerkzeuge in jedem Land von lokalen Anbietern dominiert wird, fällt hier jedoch eine globale Strategie für Partnerschaften schwer. Letztlich werden nur Oracle Hyperion Planning, IBM Cognos TM1 und SAP BO P&C tatsächlich global angeboten.
Sowohl Marktlogik als auch die Technologie wird Microsoft also zu diesem Schritt bewegt haben, auch wenn tatsächlich ein immer stärkerer Wettbewerb zwischen den beiden Anbietern um Business-Intelligence-Projekte stattfindet. SAP BusinessObjects demonstriert eine hohe Aufgeschlossenheit dem Wettbewerb gegenüber und zeigt, dass die technologisch hohe Offenheit von BusinessObjects für andere Plattformen neben SAP NetWeaver beibehalten werden soll. Und letztlich wird natürlich auch eine höhere Absatzzahl des Produktes durch die Partnerschaft willkommen sein.


Posted 24.11.09 1:45
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