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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK. Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

Recently in Jedox Category

Der Freiburger Commercial Open Source Anbieter Jedox berichtet von sehr guter Geschäftsentwicklung. Das Commercial Open Source Konzept mit Zielgruppe Fachanwender scheint zu greifen.

Unternehmensentwicklung


  • -edit dieses Absatzes 18.6. - neue Zahlen verfügbar- Laut Jedox gibt es neben 100.000 Downloads der Open Source Lösung Palo mehr als 10.000 Nutzer (nicht Kunden) der Community Version und 1.000 zahlende Kunden der Premium Version. Das Umsatzwachstum betrug 35% in 2010 und für 2011 werden 50% angestrebt, was laut Jedox im ersten Halbjahr schon deutlich übertroffen wurde.

  • Neu ist ein Hosting-Angebot, das inzwischen ca. 10% der Kunden nutzen, häufig zum Start eines Projektes.

  • Wie bei anderen Open Source Projekten auch, ist die Weiterentwicklung der Produkte überwiegend in der Firma Jedox angesiedelt. Sprachversionen und Konnektoren werden teilweise von außen aus der "Community" zugeliefert.

  • Jedox hat 70 Mitarbeiter in Deutschland (davon 30 in der Entwicklung). Momentan Expansion nach Frankreich und einige Partner über die gesamte Welt verteilt.

Produktportfolio


  • Palo OLAP: multidimensionale Datenbank, weitgehend traditionellen Konzepten folgend (und damit auch als TM1-Klon bezeichnenbar) mit Palo ETL: Datenintegrationskomponente für Palo OLAP mit der Besonderheit, dass sie komplett Web-basiert umgesetzt ist und insbesondere auch einen SAP-Konnektor liefert (für zahlende Kunden der Premium Version).

  • Palo for Excel: Excel-Integration als Add-In für den Zugriff auf die Palo Datenbank aus Excel heraus

  • Palo Web: Spreadsheet im Browser ("Excel im Web") mit erweiterten Funktionen im Vergleich zum Excel Add-In

  • Von jedem Produkt existiert eine Community Version als Open Source und eine lizenzkostenpflichtige Premium Version. 12-15 Monate nach Erscheinen einer Premium Version wird diese als Community Version veröffentlicht, allerdings nicht mit allen Features. Bestimmte Funktionen werden nur für die Kunden der lizenzkostenpflichtigen Premium-Version angeboten, z.B. SAP Konnektivität für Palo ETL, Multiprozessor-Unterstützung für Palo OLAP, Report- und OLAP-Manager für Palo Web
    In Kürze (Juli 2011) soll die neue Open Source Version der Palo Suite erscheinen.

Wesentliche Entwicklungen


  • Stabilität und Enterprise Features: In den neuesten Versionen wurden besonders Stabilität und Performance verbessert, zwei der wesentlichen Kritikpunkte an den bisherigen Releases der Software. Die Weiterentwicklung zeigt weitere Funktionen für den Einsatz mit größerer Nutzerzahl oder komplexeren/größeren Modellen und Datenmengen.

  • Dies ist typisch für die generelle Entwicklung: Adressaten sind bisher typischerweise Controller, die für ihren Arbeitsplatz oder Arbeitsgruppen eine Unterstützung der Excel-Arbeit suchen. Doch die Projekte werden größer – damit auch mehr IT-Abteilungen als Ansprechpartner und auch Weiterentwicklung in Richtung „Enterprise“ Funktionen.

  • Excel: Jedox setzt weiterhin auf Excel als Benutzeroberfläche und setzt dort Planung, Analyse und Reporting um. Ergänzend wird eine Excel-ähnliches Spreadsheet in einer Web-Oberfläche angeboten, die insbesondere einen Orts- und rechnerunabhängigen Zugriff erlaubt.

  • GPU-Technologie: Eine interessante Innovation mit einem neuen Ansatz: Grafikkarten haben sehr viele Prozessoren (teilweise >1000) und sind preiswert verfügbar. Jedox entwickelt schon länger an der Umsetzung seiner multidimensionalen Datenbank auf dieser Hardware. Vorteil ist neben dem Preis der Hardware eine enge Verzahnung zwischen Speicher (VRAM) und Prozessoren auf den Grafikkarten. Ziel ist insbesondere eine massive Verbesserung der Performance der Anwendungen. Es existieren drei Prototyp-Kunden und die generelle Verfügbarkeit steht vor der Tür.

Ein ausführlicher Test von Jedox Palo ist in Kürze in unserer Studie zu Planungswerkzeugen verfügbar.


Posted 27.07.11 0:16
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Der BI-Gesamtmarkt wächst im Jahr 2009 insgesamt 8 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 816 Millionen Euro an Lizenz- und Wartungserlösen für BI-Software in Deutschland –
doch es gibt nicht nur Gewinner.

Einige Kernergebnisse:
Der Markt wächst im Jahr 2009 insgesamt 8 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 816 Millionen Euro an Lizenz- und Wartungserlösen für BI-Software in Deutschland.

Das stärkste Wachstum bei den größeren Anbietern (Top 2 Quartile der Top 50 Anbieter, Umsatz >3,4 Mio. Euro) verzeichnet IBM, die sowohl organisch in beiden Marktsegmenten als auch durch Zukauf von SPSS gewachsen sind. Die BI-Spezialisten Informatica, Evidanza, Qliktech und Information Builders folgen mit Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent. Auch in der unteren Hälfte der Top50 gibt es stark wachsende Herausforderer wie Exasol, Sybase, Tagetik, Board oder LucaNet.

Die Entwicklung der Anbieter wird insgesamt differenzierter: 2009 konnten 24 der 52 Anbieter im Segment >1 Millionen Euro Umsatz nicht wachsen. Einzelne Anbieter mussten dabei Umsatzrückgänge bis zu 35 Prozent hinnehmen.

Der Umsatz mit BI-Anwenderwerkzeugen (Frontends) und -Applikationen steigt um 6 Prozent auf 474 Millionen Euro; der Backend/Datenmanagement-Bereich wächst um 10 Prozent auf 342 Millionen Euro.

Trotz Übernahmen nimmt die Anzahl der Anbieter weiter zu. Insgesamt bieten mehr als 150 Unternehmen Software für Business-Intelligence-Aufgaben in Deutschland an. Inzwischen erzielen 52 Anbieter einen Umsatz von 1 Millionen Euro oder mehr (Vorjahr: 49 Mio. Euro). Neu im „Club der Millionäre“ 2009: Exasol, HP, Jedox und Tagetik.

Die Konzentration nimmt weiter zu: Der Marktanteil der „großen Fünf“ Anbieter (Oracle, SAP, IBM, SAS, Microsoft) steigt auf 61 Prozent (Vorjahr: 57%), der Anteil der Top10 von 64% auf 70%. Die Konzentration auf wenige Großanbieter ist dabei im Backend-Bereich deutlich ausgeprägter als bei BI-Anwenderwerkzeugen.

Die Aussicht für den Business-Intelligence-Markt 2010 ist positiv. BARC erwartet 10-15 Prozent Marktwachstum für 2010. Wir schätzen, dass im Jahr 2012 mehr als 1 Milliarde Euro Umsatz mit BI-Software in Deutschland erzielt werden wird.

Die Top 10 Tabellen und weitere Informationen sind kostenfrei in einer Research Note bei BARC verfügbar.

Weiterhin bieten wir neben den kostenfrei veröffentlichten Top10-Rankings umfangreiche Services für BI Marktzahlen an, z.B. die Gesamtliste der 52 BI-Softwareanbieter mit >1 Mio. Euro Lizenz- und Wartungsumsatz, spezifische Marktzahlen inklusive Wachstumsszenario/ 5-Jahres-Prognosezeitfenster zum deutschen, europäischen und globalen BI-Software und Services Markt oder IT-Ausgaben für Business Intelligence in Subbranchen sowie Unternehmensgrößenklassen.


Posted 9.07.10 7:00
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