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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK. Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

Recently in SAP BusinessObjects Category

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V.veröffentlichte heute Ergebnisse der DSAG Investitionsumfrage 2012, die unter 232 CIOs in deutschsprachigen Unternehmen im Nov/Dez. 2011 duchgeführt wurde.
Einige interessante Aussagen:

  • IT-Budgets steigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz um 3,4 Prozent
  • Über ein Drittel der Befragten planen dabei mehr in das SAP-Produktportfolio zu investieren. Die Budgets sollen in diesem Bereich um 30 Prozent steigen.
  • Am stärksten investieren Anwender in SAP ERP (62 Prozent); in SAP Business Warehouse wollen 19 Prozent der Befragten investieren.
  • "Kaum Budgets werden in 2012 laut Untersuchung für die In-Memory-Technologie und Cloud Computing eingeplant."

Vielleicht sind ja einige der angegebenen Investitionen in SAP BW in die neue Version auf HANA; ansonsten ist die Zurückhaltung hinsichtlich HANA nach dieser Umfrage recht deutlich. Dies steht in recht deutlichem Widerspruch zu Aussagen der SAP, wonach sie in kurzer Zeit auf Platz zwei des Datenbankmarktes vorstossen möchte. Hier muss wohl noch einige Überzeugungsarbeit bei den Kunden geleistet werden.


Posted 30.01.12 8:08
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Die lange angekündigte Partnerschaft zwischen Teradata und SAP wurde im Mai diesen Jahres tatsächlich gestartet. Die Teradata Datenbank war als mögliche Datenbankoption für SAP BW ergänzt worden, was Kunden eine performante Plattform und die Möglichkeit zur Integration weiterer Daten in Teradata neben BW gegeben hätte.
Nun kommt nach nur 4 Monaten das Ende - offensichtlich ist SAP HANA zu konkurrierend und SAP stellt sich grundsätzlich als Wettbewerber zu allen Datenbank-Anbietern auf, insbesondere im Data Warehouse Umfeld.
Die Frage, warum sich SAP überhaupt in diese Partnerschaft begeben hat wenn sich HANA schon abgezeichnet hat bzw. angekündigt war, bleibt offen. Das Ende ist besonders ärgerlich für die drei Kunden, die bereits auf Teradata portiert haben oder gerade dabei sind. Laut Teradata gab es weltweit noch ca. 50 konkrete Interessenten für die Nutzung der Teradata Datenbank für BW. Es wird interessant zu beobachten, ob sich diese jetzt für eine ergänzende Data-Warehouse-Platttform neben SAP BW entscheiden oder auf HANA warten.
Die Partnerschaft zwischen der Frontendsparte der SAP, BusinessObjects, und Teradata bleibt übrigens bestehen. "Coopetition" wie sie leibt und lebt.


Posted 13.10.11 2:02
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Oracle hat gerade auf der mit 45.000 Besuchern best besuchten Oracle Open World die Exalytics Appliance angekündigt. Damit verstärkt Oracle sein Engagement im In-Memory Datenbankmarkt mit einer Appliance, die TimesTen oder Oracle Essbase als In-Memory Datenbanken anbietet und zusätzlich eine parallelisierte Version der Oracle BI Foundation enthält. Keine völligen Neuentwicklungen also, aber eine Appliance, die 1 TB Hauptspeicher mit überarbeiteten Versionen von TimesTen und Hyperion Essbase sowie Oracle BI Foundation Suite bündelt.

Hardware
Die Exalytic Appliance ist hardwareseitig mit 1 TB DRAM und 40 Cores ausgestattet. Mit der inzwischen verfügbaren Kompressionsrate von ca. 10x können also um die 10TB Rohdaten aufgenommen werden.
Software
Exalytics wird mit den beiden schon vor einigen Jahren zugekauften In-Memory Datenbanken TimesTen und Essbase sowie mit Oracle BI Foundation Suite angeboten.
Als relationale In-Memory Datenbank wird TimesTen angeboten, die Oracle 2005 übernommen hatte aber bisher bei Oracle eher ein Schattendasein gefristet hat.
Oracle Hyperion Essbase ist zusätzlich als multidimensionale In-Memory Datenbank in Exalytics verfügbar. Essbase kam 2007 mit der Hyperion Übernahme in das Portfolio und wurde in den letzten Jahren wieder besser unterstützt (z.B. durch Anbindung an den Oracle BI Server).
Eine parallelisierte Version der Oracle BI Foundation Suite mit überarbeiteten Anwenderkomponenten für Such-ähnliche Abfragen komplettiert das Exalytics Appliance Paket.
Architektur
Die In-Memory Datenbanken in Exalytics werden durch eine Infiniband Verbindung mit einer Oracle Datenbank oder Exadata verbunden, so dass Exalytics nicht als Stand-Alone System funktioniert sondern eher wie ein In-Memory Data Mart. Die Daten in den In-Memory Datenbanken in Exalytics werden durch eine heuristische Funktion aufgrund ihres Abfrageverhaltens ständig überprüft und aus der zugrundeliegenden Datenbank geladen ('Heuristic adaptive in-memory cache"). Somit bilden Basisdatenbank und Exalytics ein gemeinsames System.
Die Kombination Exalytics auf einer Standard Oracle RDBMS soll 18x schneller sein als die RDBMS alleine. Exalytics auf einer Exadata sogar 23x schneller als die Standard RDBMS.

Steht Exadata für die Aufrüstung von Data Warehouse Hardware, stellt Exalytics ergänzende In-Memory Data Marts mit BI-Software bereit. Dies ist eine Veränderung der bisher Oracle-RDMBS zentrierten Strategie und nutzt die im Portfolio vorhandenen Technologien TimesTen und Essbase.
Oracle reagiert damit auf die verstärkten In-Memory Bemühungen der Wettbewerber:
IBM positioniert stark die multidimensionale Datenbank TM1 und hat eine In-Memory Option für DB2 angekündigt.
Microsoft baut die Datenbank hinter PowerPivot - Vertipaq - zu einer ergänzenden In-Memory Datenbank aus, die neben der ebenfalls im Hauptspeicher ablauffähigen multidimensionalen Datenbank SQL Server Analysis Services steht.
SAP entwickelt die In-Memory Datenbank HANA als eigene Datenbankalternative.


Posted 2.10.11 20:12
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Die Bündelung verschiedener Datenmanagement-Aufgaben in Datenmanagement-Plattformen ist ein schon länger zu beobachtender Trend im Markt. Als Plattform kann man hier eine Sammlung verschiedener Werkzeuge, Algorithmen oder Technologien verstehen, die auf gemeinsame Basis-Services zurückgreifen, z.B. eine Workflow-Steuerung, Datenzugriffsmechanismen o.ä.

Es sind überwiegend Technologien für Datenintegration und Datenqualitätsmanagement aber auch Datenspeicherung, die in den letzten Jahren zu Plattformen zusammengeführt wurden. Teils durch Weiterentwicklung der Werkzeuge aus einem Bereich, häufig aber auch durch Übernahmen anderer Anbieter und ihrer Lösungen. Dieser Trend begann 2002, als der Datenintegrationsspezialist Ascential (2005 von IBM gekauft) die Datenqualitätsspezialisten Vality und MetaGenix übernahm. Viele weitere Konsolidierungen dieser Art waren in den Folgejahren zu verzeichnen, unter anderem übernahm Group1 die Firma Sagent, Trillium kaufte Avellino, Informatica schluckte Similarity und Business Objects verleibte sich First Logic und Fuzzy Informatik ein. Die Entwicklung hält an: Erst kürzlich stellte der größte deutsche Spezialist für Datenqualitätslösungen, die Pforzheimer Uniserv AG, die Erweiterung seiner Produktpalette um Datenintegrationsmöglichkeiten (von Talend) vor.

Der Nutzen von Datenmanagement-Plattformen für den Anwender liegt in der Reduktion der Anzahl an Anbieter und (bei gelungener Integration) auch an Werkzeugen für die unterschiedlichen Datenmanagement-Aufgaben. Dies hat Vorteile bei Lizenzkosten, Wartungsgebühren, Einarbeitungs-/Schulungsaufwänden und Kosten der Unterhaltung von Schnittstellen zwischen Systemen. Häufig erwähnt sind Verkürzungen von Entwicklungszeiten durch eine aufgabenübergreifende Wiederverwendbarkeit von bspw. DQ-Regeln aus der Datenanalyse in der Bereinigung oder dem ETL-Job. Mehr Transparenz und eine bessere Nachvollziehbarkeit gewährleistet die zentrale Sicht auf fachliche und technische Zusammenhänge und Begriffe sowie für den Betrieb. Erst kürzlich wies die Studie „Next Generation Data Integration“ (TDWI 2011) die Bündelung von Technologien mehrere Anbieter in einer Plattform als Hauptgrund für den Wechsel von Datenintegrationswerkzeugen aus – was noch einmal zeigt, dass dieses Thema für Anwender einen hohen Stellenwert hat und tatsächlich Kaufentscheidungen beeinflußt.
TDWI DI Wechsel.png


Posted 14.06.11 1:30
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von Christian Fuchs und Carsten Bange

Der Markt für Prozessorientierte Business Intelligence im deutschsprachigen Raum wächst. Die Software AG mit IDS Scheer und auch Vitria waren schon Themen in diesem Blog. Mit Every Angle bietet nun ein weiterer, seit mehr als 14 Jahren überwiegend in Holland am Markt agierender Anbieter seine Produkte in Detuschland verstärkt an. Die Lösung von Every Angle bietet Funktionalität für Prozessorientierte BI aufsetzend auf SAP ERP.

Every Angle hat seinen Hauptsitz inkl. Entwicklung und Support in den Niederlanden. Mit ca. 80 Mitarbeitern, davon 25 Entwicklern, ist Every Angle bei aktuell ca. 50 Kunden im Einsatz. Ein Großteil davon sitzt in den Niederlanden. Every Angle expandiert derzeit nach USA (Partner Agent) und in die DACH-Region (Every Angle Deutschland GmbH).

Every Angle basiert vollständig auf SAP ERP und ist hierfür seit 2001 zertifiziert. Das Werkzeug lädt Daten aus SAP ERP über ein Add-on, welches in das ERP-System eingespielt wird, und hält diese objektorientiert im Hauptspeicher. Hierbei wird ein binäres Datenfile erzeugt und im Dateisystem gespeichert. Während des Ladeprozesses erfolgt eine Anreicherung der Daten, bspw. über Datenverknüpfungen im objektorientierten Modell oder die Ableitung von Kennzahlen. Der Datenladeprozess kann von einigen Minuten bis zu wenigen Stunden dauern. In Every Angle selbst erfolgt keine weitere Datenmodellierung. Daten werden 1:1 aus SAP ERP übernommen, so dass eine 100%-Abbildung von Prozessen und Daten aus SAP ERP im Hauptspeicher vorliegt. Every Angle fokussiert typischerweise die Analyse tagesaktueller Daten, d. h. Daten bis zum Vortag werden, bspw. über Nacht, für Auswertungszwecke im Hauptspeicher zur Verfügung gestellt.

Zielprozesse, die mit der Funktionalität von Every Angle verbessert werden sollen, sind End-to-End-Prozesse in Unternehmen (bspw. Procure2Pay, Make2Deliver, Order2Cash) inkl. aller Teilprozesse. Der Fokus liegt auf der Messung und dem Management operativer Kennzahlen, der Prozess-Analyse und -Verbesserung. Zudem bietet das Werkzeug Unterstützung für Themen des Data Cleansing bzw. der Data Governance (Aufdeckung von Datenqualitätsproblemen im SAP ERP) sowie Unterstützung für Go-Live Projekte durch Stammdatenchecks oder Go-live Monitoring. Zielgruppe der Lösung sind PowerUser im Fachbereich. Every Angle bietet hierbei gute Möglichkeiten für die performante und in Darstellung und Auswertung recht flexible Ad hoc Analyse operativer SAP ERP-Daten. Darüber hinaus bringt Every Angle bereits vordefinierte Analysen mit, die direkt vom Kunden eingesetzt werden können. Die Ergebnisse können in Standard-Datenbankmanagementsysteme exportiert werden (bspw. Microsoft SQL Server), um diese auch mit klassischen BI-Werkzeugen auszuwerten (bspw. SAP BO, Microsoft SQL Server Reporting Services).

Der Vertrieb von Every Angle erfolgt derzeit in einem Mietangebot über Niederlassungen oder Partner in den Niederlanden, Belgien, Deutschland (für DACH) und USA. Das kleinste Paket kostet 32.500 Euro pro Jahr und umfasst 5 PowerUser und 15 ViewingUser. Ein typisches Verhältnis für die Nutzung von Every Angle ist, dass 1 PowerUser ca. 3 ViewingUser bedient. Die technische Implementierung von Every Angle dauert i. d. R. ca. 2-3 Tage. Schulungen für PowerUser umfassen ca. 4 Tage.

Zusammenfassend ist Every Angle eine interessante Lösung für PowerUser im Fachbereich, die performante, operative Ad hoc Analysen von SAP ERP-Daten ermöglicht. Einen Mehrwert schafft die Lösung insbesondere hinsichtlich der schnellen Transparenz über Prozesse, Stamm- und Bewegungsdaten sowie der durchgängigen Sicht auf die Informationen im ERP-System. Im Fokus steht die Analyse einzelner SAP ERP-Systeme, nicht Analysen über mehrere SAP ERP-Systeme.
Die Daten werden in Batch-Prozessen an Every Angle übertragen, womit eine zeitnahe Analyse der operativen Prozesse möglich ist, aber keine Echtzeit-Überwachung der Prozesse angestrebt wird.
Da die Komplexität der Datenstrukturen im SAP ERP direkt in Every Angle übertragen wird, hängt der Projekterfolg stark auch vom vorhandenen Know-how des Kunden zu SAP ERP und der Abbildung der Prozesse im transaktionsorientierten System ab. Eine gute Kenntnis der Prozesse und Dokumente/Felder im SAP-System auf Anwenderseite ist für ein erfolgreiches Projekt Voraussetzung. Nicht zuletzt deswegen bietet Every Angle auch spezielle Schulungsangebote zum Datenmodell von SAP ERP an.


Posted 29.04.11 23:01
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Recht klar ist, dass BusinessObjects Werkzeuge die gesetzten strategischen BI-Frontends der SAP sind. Ich erhielt kürzlich aber die interessante Frage, was SAP eigentlich mit den Business Objects Werkzeugen im transaktionalen Umfeld SAP ERP (R/3 / Business Suite) vorhat, wo ja auch einige BI-Möglichkeiten mit Listen, Berichten etc. bestehen.

Hier ist mein Kenntnisstand:

Mit EhP 5 der SAP Business Suite (Ramp Up ab Mitte Dezember 2010) werden drei Szenarien unterstützt:

Szenario 1: R/3 Listen
Konvertierung von R/3-Listen (z.B. ALV, dynPro) in Crystal Reports Berichte

Szenario 2: R/3 Berichte
Bestehende, definierte ERP- und BW-Reports werden direkt mit BO-Werkzeugen (Xcelsius, Crystal) bearbeitbar und anzeigbar. Für die Umwandlung in die BO-Formate werden vordefinierte Templates von der SAP ausgeliefert. Allerdings sind momentan nur wenige Templates verfügbar, insbesondere in HR und FI.

Szenario 3: Mashup
Berichte und Dashboards können mit R/3 Oberflächen gemischt werden.
Geteilter Bildschirm: oben Transaktion, unten Bericht/Dashboard. Daten aus Transaktion werden an Reports übergeben.

Es sollten aber auch einige Einschränkungen beachtet werden:


  • Es wird BO XI 3.1 genutzt (nicht die neueste Version BI 4.0)

  • Die SAP BO-Komponenten werden nach wie vor getrennt lizensiert:

    Szenario 2 und 3 benötigen auf jeden Fall BO-Lizenzen

    Für Verteilung und Viewing benötigt Szenario 1 auch Lizenzen.

  • Die Anzahl an Templates für Szenario 2 ist noch gering

  • Entweder muss das BO-Tool (zum Beispiel Crystal Reports) lokal installiert werden, oder BI Enterprise Server ist notwendig.


Posted 21.04.11 1:59
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Die Veröffentlichung von Geschäftsberichten und anderen externen Berichten ist für große Unternehmen ein mühsamer Prozess mit vielen Beteiligten, Gestaltungsfragen, Datenmanagement und rechtlichen Vorschriften. Lösungsanbieter für Konsolidierung und externes Berichtswesen ergänzen ihr Portfolio zur Automatisierung der Veröffentlichungsprozesse von externen Berichten.
Sie wollen damit den unterstützten Prozess erweitern und bieten eine Funktionalität, die bisher von meist kleinen Softwarespezialisten für Redaktionssysteme angeboten wird.

Von den großen Anbietern startete Oracle in diesem Jahr mit der Ankündigung von Oracle Hyperion Financial Close Management und Oracle Hyperion Disclosure Management (XBRL-Tool) als Ergänzungsprodukte für die EPM Suite.

IBM übernahm im Oktober 2010 Clarity Systems und neben den Planungs- und Konsolidierungsprodukten scheint das Modul Clarity FSR zur Automatisierung der Erstellung externer Finanzberichte von besonderem Interesse für IBM zu sein - wahrscheinlich sogar der Hauptgrund für die Übernahme.

SAP konterte kürzlich mit dem Kauf von zwei Produkten des deutschen SAP-Beratungshauses cundus: (Financial) Statement Factory und informationCollector / IFRS-Notes.

Wen gibt es noch für diese Aufgabenstellung?

Unter den Performance Management Spezialisten hat Tagetik ein eigenes Modul für Collaborative Disclosure Management im Angebot.

Ein spezialisiertes Redaktionssystem für die Gestaltung und Publikation von Geschäftsberichten, das vIele Konzerne im deutschsprachigen Raum nutzen, ist FIRE.sys der Michael Konrad GmbH.


Posted 21.12.10 21:34
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Die gestern und heute stattfindende BARC-Tagung BI war mit ca. 200 Teilnehmer wieder erfreulich gut besucht. Das Ziel der Veranstaltung einen einmaligen Überblick des Werkzeugmarktes für Business Intelligence zu liefern wurde mit einem schönen Marktquerschnitt von 16 führenden Anbietern sehr gut erreicht.

Die Mischung der Anbieter zeigte die wesentlichen Marktsegmente: Die fünf großen IT-Generalisten mit BI-Produktportfolio IBM, Infor, Microsoft, Oracle, SAP, fünf global präsente BI-Spezialisten Information Builders, JasperSoft, MicroStrategy, Qliktech und SAS sowie die lokalen Spezialisten Arcplan, Bissantz, Board, Cubeware, LucaNet und PST zeigten ihre Lösungen.
Dabei wurden zahlreiche Neuigkeiten gezeigt:


  • Erstmals in Deutschland auf einer öffentlichen Veranstaltung präsentierten IBM und SAP ihre jeweils gerade fertiggestellten großen neuen Versionen Cognos 10 und BusinessObjects 4.0.

  • Jaspersoft gab einen ersten Einblick in das „Ruby“ Release der Commercial Open Source Software,

  • MicroStrategy die neuen Mobilen BI-Fähigkeiten,

  • Arcplan zeigte sein neues Projekt zur Verbindung von Social-Media-Daten mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen,

  • Oracle das erst im Sommer veröffentlichte Business Intelligence 11g Edition.

Auch viele weitere Anbieter auf der Tagung konnten zeigen, wie sie mit Innovationen in ihren Produkten weiterhin ihre differenzierenden Wettbewerbsvorteile gegenüber dem immer größer werdenden Wettbewerb behaupten können.

Als Neuigkeit können nicht nur Teilnehmer der Tagung die Präsentationen der Lösungen noch einmal in einer Web-Plattform mit aufgezeichneten und strukturierten Software-Demonstrationen anschauen.

Im Februar 2011 (22./23.2.) geht die BARC Tagungsreihe weiter mit einem Blick auf Planungs- und Controllinglösungen für mittelständische Unternehmen oder abgegrenzte Projekte in Großunternehmen.


Posted 17.11.10 7:39
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Das Zukunftsthema für MicroStrategy ist die Unterstützung von Business Intelligence auf mobilen Geräten, allen voran Apple's iPhone und IPad. Auf der diesjährigen Kundenkonferenz wurden die neuen Lösungen hierfür vorgestellt. Die Grundannahme von MicroStrategy ist hierbei, dass diese Geräte auch wesentliche Geschäftswerkzeuge werden und nicht nur "Spielzeuge" für den privaten Bereich. Es gibt Anhaltspunkte, dass dies nicht falsch ist, gibt es doch Untersuchungen, dass einige Manager schon kaum noch größere Rechner als ihr Telefon ("Smartphone") nutzen (s. InformationWeek Jan. 2009) und weiterhin die aktuelle Beobachtung, dass sich das Apple IPad auch im geschäftlichen Bereich zu verbreiten scheint.

Wie MicroStrategy gehen inzwischen auch weitere Anbieter den zukunftsweisenden Weg, für mobile Geräte nicht nur bestehende Berichte anzeigbar zu machen, sondern ganz neue Bedien- und Anzeigeparadigmen für die vielfältigen mobilen Ausgabeplattformen anzubieten. Unterstützt werden dann z.B. Bedienung mit dem Finger auf einem Touchscreen, Navigation durch Wischen, Vergrößern/Verkleinern von Ansichten mit zwei Fingern, etc. Am deutlichsten wird dies wahrscheinlich, wenn man sich ein Video mit einer Demo von IPad Applikationen anschaut (z.B. von RoamBI oder Qliktech)

Die schnelle Entwicklung neuer Anwendungen für mobile Geräte und eine gewisse Tiefe der Integration in ihre Spezifika kenne ich noch von QlikTech , SAP BusinessObjects, Actuate und neuerdings auch Board . Aber die meisten anderen Anbieter entwickeln daran und haben zum Teil schon Ankündigungen veröffentlicht. Daneben gibt es in den USA Spezialisten wie RoamBI, die aber in Europa kaum aktiv sind.

Weitere Informationen:
'Mobile BI Apps Target iPad' von Doug Henschen/Information Week


Posted 11.08.10 0:11
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Der BI-Gesamtmarkt wächst im Jahr 2009 insgesamt 8 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 816 Millionen Euro an Lizenz- und Wartungserlösen für BI-Software in Deutschland –
doch es gibt nicht nur Gewinner.

Einige Kernergebnisse:
Der Markt wächst im Jahr 2009 insgesamt 8 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 816 Millionen Euro an Lizenz- und Wartungserlösen für BI-Software in Deutschland.

Das stärkste Wachstum bei den größeren Anbietern (Top 2 Quartile der Top 50 Anbieter, Umsatz >3,4 Mio. Euro) verzeichnet IBM, die sowohl organisch in beiden Marktsegmenten als auch durch Zukauf von SPSS gewachsen sind. Die BI-Spezialisten Informatica, Evidanza, Qliktech und Information Builders folgen mit Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent. Auch in der unteren Hälfte der Top50 gibt es stark wachsende Herausforderer wie Exasol, Sybase, Tagetik, Board oder LucaNet.

Die Entwicklung der Anbieter wird insgesamt differenzierter: 2009 konnten 24 der 52 Anbieter im Segment >1 Millionen Euro Umsatz nicht wachsen. Einzelne Anbieter mussten dabei Umsatzrückgänge bis zu 35 Prozent hinnehmen.

Der Umsatz mit BI-Anwenderwerkzeugen (Frontends) und -Applikationen steigt um 6 Prozent auf 474 Millionen Euro; der Backend/Datenmanagement-Bereich wächst um 10 Prozent auf 342 Millionen Euro.

Trotz Übernahmen nimmt die Anzahl der Anbieter weiter zu. Insgesamt bieten mehr als 150 Unternehmen Software für Business-Intelligence-Aufgaben in Deutschland an. Inzwischen erzielen 52 Anbieter einen Umsatz von 1 Millionen Euro oder mehr (Vorjahr: 49 Mio. Euro). Neu im „Club der Millionäre“ 2009: Exasol, HP, Jedox und Tagetik.

Die Konzentration nimmt weiter zu: Der Marktanteil der „großen Fünf“ Anbieter (Oracle, SAP, IBM, SAS, Microsoft) steigt auf 61 Prozent (Vorjahr: 57%), der Anteil der Top10 von 64% auf 70%. Die Konzentration auf wenige Großanbieter ist dabei im Backend-Bereich deutlich ausgeprägter als bei BI-Anwenderwerkzeugen.

Die Aussicht für den Business-Intelligence-Markt 2010 ist positiv. BARC erwartet 10-15 Prozent Marktwachstum für 2010. Wir schätzen, dass im Jahr 2012 mehr als 1 Milliarde Euro Umsatz mit BI-Software in Deutschland erzielt werden wird.

Die Top 10 Tabellen und weitere Informationen sind kostenfrei in einer Research Note bei BARC verfügbar.

Weiterhin bieten wir neben den kostenfrei veröffentlichten Top10-Rankings umfangreiche Services für BI Marktzahlen an, z.B. die Gesamtliste der 52 BI-Softwareanbieter mit >1 Mio. Euro Lizenz- und Wartungsumsatz, spezifische Marktzahlen inklusive Wachstumsszenario/ 5-Jahres-Prognosezeitfenster zum deutschen, europäischen und globalen BI-Software und Services Markt oder IT-Ausgaben für Business Intelligence in Subbranchen sowie Unternehmensgrößenklassen.


Posted 9.07.10 7:00
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