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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK. Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

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Der BI-Gesamtmarkt wächst im Jahr 2009 insgesamt 8 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 816 Millionen Euro an Lizenz- und Wartungserlösen für BI-Software in Deutschland –
doch es gibt nicht nur Gewinner.

Einige Kernergebnisse:
Der Markt wächst im Jahr 2009 insgesamt 8 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 816 Millionen Euro an Lizenz- und Wartungserlösen für BI-Software in Deutschland.

Das stärkste Wachstum bei den größeren Anbietern (Top 2 Quartile der Top 50 Anbieter, Umsatz >3,4 Mio. Euro) verzeichnet IBM, die sowohl organisch in beiden Marktsegmenten als auch durch Zukauf von SPSS gewachsen sind. Die BI-Spezialisten Informatica, Evidanza, Qliktech und Information Builders folgen mit Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent. Auch in der unteren Hälfte der Top50 gibt es stark wachsende Herausforderer wie Exasol, Sybase, Tagetik, Board oder LucaNet.

Die Entwicklung der Anbieter wird insgesamt differenzierter: 2009 konnten 24 der 52 Anbieter im Segment >1 Millionen Euro Umsatz nicht wachsen. Einzelne Anbieter mussten dabei Umsatzrückgänge bis zu 35 Prozent hinnehmen.

Der Umsatz mit BI-Anwenderwerkzeugen (Frontends) und -Applikationen steigt um 6 Prozent auf 474 Millionen Euro; der Backend/Datenmanagement-Bereich wächst um 10 Prozent auf 342 Millionen Euro.

Trotz Übernahmen nimmt die Anzahl der Anbieter weiter zu. Insgesamt bieten mehr als 150 Unternehmen Software für Business-Intelligence-Aufgaben in Deutschland an. Inzwischen erzielen 52 Anbieter einen Umsatz von 1 Millionen Euro oder mehr (Vorjahr: 49 Mio. Euro). Neu im „Club der Millionäre“ 2009: Exasol, HP, Jedox und Tagetik.

Die Konzentration nimmt weiter zu: Der Marktanteil der „großen Fünf“ Anbieter (Oracle, SAP, IBM, SAS, Microsoft) steigt auf 61 Prozent (Vorjahr: 57%), der Anteil der Top10 von 64% auf 70%. Die Konzentration auf wenige Großanbieter ist dabei im Backend-Bereich deutlich ausgeprägter als bei BI-Anwenderwerkzeugen.

Die Aussicht für den Business-Intelligence-Markt 2010 ist positiv. BARC erwartet 10-15 Prozent Marktwachstum für 2010. Wir schätzen, dass im Jahr 2012 mehr als 1 Milliarde Euro Umsatz mit BI-Software in Deutschland erzielt werden wird.

Die Top 10 Tabellen und weitere Informationen sind kostenfrei in einer Research Note bei BARC verfügbar.

Weiterhin bieten wir neben den kostenfrei veröffentlichten Top10-Rankings umfangreiche Services für BI Marktzahlen an, z.B. die Gesamtliste der 52 BI-Softwareanbieter mit >1 Mio. Euro Lizenz- und Wartungsumsatz, spezifische Marktzahlen inklusive Wachstumsszenario/ 5-Jahres-Prognosezeitfenster zum deutschen, europäischen und globalen BI-Software und Services Markt oder IT-Ausgaben für Business Intelligence in Subbranchen sowie Unternehmensgrößenklassen.


Posted 9.07.10 7:00
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Wie heute bekannt wurde, legt SAP ein Übernahmeangebot für Sybase im Wert von 5,8 Milliarden Dollar vor. Dies hat zwei Stoßrichtungen: Der wichtigere Part für SAP sind sicherlich die Lösungen für mobile Endgeräte von Sybase, die SAP bessere Möglichkeiten für diese zukunftsträchtige Verteil- und Zugriffsform auf Informationen und Anwendungen verschafft. Der zweite interessante Bereich ist das Datenbankgeschäft von Sybase, wo neben SQL Anywhere für mobile Plattformen mit ASE eine klassische transaktional orientierte relationale Datenbank und mit IQ eine spaltenorientierte analytisch orientierte relationale Datenbank im Portfolio ist. Damit verstärkt sich SAP portfolioseitig in zwei Bereichen, in denen sie momentan nicht stark präsent ist und stärkt insgesamt ihre Marktposition mit diesen Ergänzungen der Business Applications um Infrastruktur-Software.

Die konkreteren Pläne im Bereich der Datenmanagement-Plattformen sind noch ziemlich vage. Der relevante Teil der Mitteilung besagt:

"Sybase wird durch die In-Memory-Technologie der SAP die Performance ihrer Analysesysteme wesentlich erhöhen können. Sybase kann zudem ihre Expertise im Bereich der Verarbeitung komplexer Ereignisse und Analysen aus dem Finanzsektor nun auch Kunden in anderen Branchen und Märkten zur Verfügung stellen, in denen SAP vertreten ist. Außerdem wird das Datenbankgeschäft von Sybase durch die In-Memory-Technologie der SAP erweitert, um integrierte Transaktions- und Analysefunktionen zu ermöglichen. Im gleichen Zug sichert die SAP ihren Kunden zu, auch weiterhin für alle Lösungen und Produkte des Unternehmens den Einsatz anderer bedeutender Datenbanksysteme zu unterstützen."

Dies eröffnet erst einmal mehr Fragen als Antworten:
- Die eingebettete Datenbank Sybase Anywhere hat eine In-Memory Option und die Transaktionsdatenbank ASE wurde erst im Februar mit ASE 15.5 um eine In-Memory Option erweitert. Suggeriert die Mitteilung, dass die SAP In-Memory Datenbank leistungsfähiger ist? Wie "erweitert" sie dann die Sybase Systeme?
- Als Sybase "Analysesystem" geht am ehesten die spaltenorientierte Datenbank IQ durch - diese Technologie stand vielleicht auch Pate für die SAP Datenbank-Entwicklung - es gibt zumindest viele Parallelen. Vielleicht steht hier ein Ersatz der relativ alten spaltenorientierte Sybase Datenbank durch die neu entwickelte spaltenorientierte SAP-Datenbank an, die vollständig In-Memory läuft (was IQ nicht tut)?

Ich bin gespannt auf detailliertere Informationen in den nächsten Tagen auf der Sapphire.


Posted 13.05.10 0:24
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