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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK.

Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

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BARC-Analystenkommentar von Sascha Alexander, Patrick Keller, Carsten Bange

IBM hat den Sourcecode des OLAP-Clients „Executive Viewer“ an die Herrenberger Cubus AG verkauft. Damit kann diese nun weitere eigene Lösungen vermarkten und eine interessante Anwendungsdomäne für sich besetzen.

Ende 2012 hat die in Herrenberg bei Stuttgart ansässige Cubus AG eine eigene Version des Executive Viewers unter dem Namen „cubus outperform EV Analytics“ auf den Markt gebracht. Möglich war diese schnelle Umsetzung nach dem Erwerb des Sourcecodes von IBM, da cubus hierzulande den Executive Viewer bereit seit 1998 als OEM-Version vertreibt und über entsprechende Entwickler-Ressourcen verfügt. Im ersten Schritt wurde nun ein Rebranding vorgenommen sowie erste kleinere technische Verbesserungen umgesetzt. Laut cubus-Vorstand Harald Matzke wolle man die Software aber in den kommenden Wochen noch weiter testen. Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung ist die Version 10.1 des bisherigen IBM Executive Viewers, die man bereits hinsichtlich ihrer Sprachunterstützung angepasst habe. Ebenso sei das Repository identisch zum IBM-Produkt, sodass sich ein Release-Wechsel mit dem üblichen Aufwand bewerkstelligen lassen sollte.

Strategisch erweitert cubus mit dem Zukauf seine bisher auf Planungswerkzeuge konzentrierte Produktstrategie in Richtung Self-Service-BI-Lösungen. Der Executive Viewer ist ein Web-basiertes OLAP-Frontend, das vor allem Funktionen für Self-Service-Reporting und Ad-hoc-Analysen für OLAP-Datenbanken, insbesondere Oracle Essbase, Microsoft Analysis Services und IBM Cognos TM1 bietet. Das cubus-Angebot adressiert damit ein Marktsegment, in dem sich derzeit nur wenige preiswerte OLAP-Clients finden und das zumindest von den genannten großen Softwareherstellern in den letzten Jahren weitgehend verlassen wurde. So hatte Microsoft das OLAP Analysetool „ProClarity Analytics“ gekauft, diese dann aber nicht mehr weiterentwickelt. Dasselbe Schicksal ereilte „Cognos PowerPlay“, ebenfalls ein leistungsfähiger OLAP-Client, der ohne direkten Nachfolger im Sortiment von IBM Cognos geblieben ist. Stattdessen setzt IBM heute auf Analysefunktionen in „IBM Cognos 10 Enterprise“, kann aber keine zum Executive Viewer vergleichbare OLAP-Frontend-Funktionen aufweisen. Punkten könnte cubus außerdem bei Nutzern von Oracle Essbase. Der ursprünglich vom Hersteller Hyperion stammende OLAP-Server wechselte mit dem Kauf Hyperions zu Oracle und wird dort auch weiterentwickelt, insbesondere als Basis der Planungsanwendung. Oracle Essbase verfügt aber bis heute über kein entsprechendes Analyse-Frontend.

Neben Kunden der großen Anbieter will cubus natürlich auch bisherige Anwender des Executive Viewers ansprechen und hofft, dass diese mit der Zeit auf cubus outperform EV Analytics wechseln. Daher wird es laut Matzke auch ein Lizenzmodell für solche Kunden geben, die nur die Funktionalität des bisherigen Executive Viewers benötigen, und nicht den Gesamtumfang für Planung, Scorecard und Projektcontrolling des Produktes cubus outperform (getestet in der BARC-Studie Planungswerkzeuge).

Aus unserer Sicht ist diese Übernahme ein interessanter und richtiger Schritt für Cubus sich breiter aufzustellen. Auch für die Kunden des Executive Vierwers ergibt sich wieder eine Perspektive. Zudem füllt Cubus damit eine Lücke im Markt, die sicherlich ausreichend groß für eine erfolgreiche Positionierung und damit Weiterentwicklung ist.


Posted 28.01.13 22:43
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Auf der gemeinsamen Tagung von BARC mit dem Österreichischen Controller Institut (ÖCI) wurden in diesem Jahr zum 7. Mal ein Marktüberblick von 15 relevanten Softwareanbietern für Business Intelligence gegeben (Nachlese hier). Die fachliche Ergänzung der Lösungspräsentationen durch die Hersteller erfolgte durch eine Betrachtung der Markttrends und ihrer Abbildung in der Werkzeugentwicklung durch BARC sowie der Betrachtung aktueller Entwicklungen im Controlling durch den ÖCI.

Es wurden dabei einige Trends in Planung und Reporting aus dem ÖCI Panel (Befragung 2011, n=305) vorgestellt. Sie erlauben einen Blick auf die Lage in Österreich, die allerdings in vielen Punkten übertragbar auf andere Länder sein dürfte, zumindest für den mittelständischen Markt:
- Das Reporting erfolgt typischerweise Ultimo +10 Arbeitstage.
- Angestrebte Verbesserungen/Veränderungen im Reporting sind vor allem eine bessere optische Aufbereitung (48%), Intensivierung der Kommentierung (38%) sowie die verstärkte Aufnahme nicht-monetärer Kennzahlen (38%).
- Planungsprozesse starten leicht überwiegend bottom-up (was zu vermeidbaren Planungsschleifen führen kann).
- Eine Verschränkung von Mehrjahresplanung und Budgetierung ist von 46% der Unternehmen realisiert worden, 24% folgen dem klassischen Modell einer Mittelfristplanung vor einer Budgetierung, 29% erstellen die Mittelfristplanung auf Basis der Budgetierung.
- Angestrebte Verbesserungen/Veränderungen in Planungsprozessen sind Verkürzung des Planungsprozesses (33%) und Forcierung der Top-Down Planung (25%). 22% wollen das Planungsdetail erhöhen, 15% senken. 22% wollen Planungsaktivitäten dezentralisieren, 13% zentralisieren.
- Optimierungsprojekte im Bereich ihrer Softwarelösungen planen 53% für die Planung und 58% für das Reporting.


Posted 30.04.12 7:55
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"Predictive Analytics" und verwandte oder synonyme Themen wie Data Mining, Datenmustererkennung, Business Analytics, statistische Vorhersage etc. erfreuen sich wachsender Aufmerksamkeit. Letztlich geht es um die Frage, wie mit fortgeschrittener Analysetechnologie ein Mehrwert aus den vorhandenen (und häufig teuer aufgebauten) Datenbeständen, z.B. in Data Warehouses, gezogen werden kann.
Hier eine kurze Marktübersicht und Umsatzschätzung:

Um die Marktbedeutung in Zahlen zu fassen und auch zukünftig eine Entwicklung darstellen zu können, haben wir bei BARC einmal geschätzt, welcher Anteil des Gesamtumsatzes für Business-Intelligence-Software in Deutschland (s. BARC Marktzahlen BI 2009) auf Lösungen für Predictive Analytics fällt. Das Ergebnis: Wir schätzen, dass eine Größenordnung von sieben bis zehn Prozent (ca. 60-80 Mio. Euro) des Gesamtmarktes für BI in Deutschland auf Werkzeuge und Anwendungen für Predictive Analytics und Data Mining fällt.
Klarer Marktführer ist dabei SAS mit einem breiten Portfolio von Werkzeugen und Anwendungen im Bereich fortgeschrittene Analyse. Gefolgt wird SAS von IBM, die sich mit dem Zukauf der Nummer 2 im Markt - SPSS - verstärkt haben. Neben diesen beiden großen im Markt gibt es noch einige BI-Anbieter wie Microstrategy oder Bissantz, die entsprechende Verfahren mit in ihren Lösungen anbieten und eine Vielzahl an kleinen Spezialisten wie Angoss, InforSense, KXEN, prudsys oder Viscovery. Wachsendes Interesse können sicher auch Open Source Lösungen wie Rapidminer von Rapid-I, KNIME oder Weka verzeichnen (s. BARC-Studie Open Source BI). Letztlich tümmeln sich noch die Datenbankanbieter mit eingebetteten Data-Mining-Funktionen im Markt, allen voran Oracle und Microsoft.


Posted 14.07.10 2:27
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QlikTech hat die Unterlagen für seinen Börsengang bei der SEC eingereicht und will mit dem IPO 100 Millionen Dollar einnehmen. Mit dem Geld sollen auch andere Anbieter gekauft werden.
Für Interessenten läuft damit der Countdown. Wer den QlikTech Investoren noch einen anderen Exit duch Übernahme bieten möchte, der muss in den nächsten Monaten aktiv werden.

Einige finanzielle Details aus dem Beitrag in Managing Automation:
Qlik Tech has grown steadily, even through the recession in 2009. The SEC filing reveals 2009 revenue of $157.4 million, up 33% from the 2008 total of $118.3 million, which was 47% above 2007 revenue. The 2009 revenue total comprises $99.9 million in license revenue, $41.4 million in maintenance revenue, and $16.1 million in professional service revenue.
Net income in 2009 was $6.8 million, more than doubling the $3 million in 2008. The company’s cash balance at the close of 2009 was $24.9 million.


Posted 15.04.10 13:41
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Jaspersoft gehört mit Pentaho und Eclipse BIRT (von Actuate) sicherlich zu den drei führenden, global angebotenen, Open Source BI-Werkzeugen mit Schwerpunkt Reporting.

Inzwischen arbeiten 50 Entwickler für JasperSoft und durch die inzwischen übliche Trennung von Open Source/Community und kostenpflichtiger Enterprise/Professional Version der "Commercial Open Source" Anbieter werden steigende Umsätze generiert.

Hinsichtlich des Produktportfolios ist der Schwerpunkt Standard-Reporting in den letzten Versionen auch OLAP-Analyse durch Integration des Open Source Projektes Mondrian stärker integriert worden (Mondrian deckt übrigens auch bei Pentaho die Analyse ab). Weiterhin wurden die Dashboard-Funktionen erweitert, die es erlauben verschiedene Berichte als Tabellen oder Grafiken auf einem Bildschirm zu platzieren.
Interessante Neuerung ist die Entwicklung in Richtung Ad-hoc Berichtswesen. Durch Einführung einer semantischen Schicht können im Ad-hoc Berichtswesen auch Fachanwender selbst Berichte definieren und verteilen. Dies entspricht einem großen Trend in der Business Intelligence, das formatierte und meist zentralisierte Standardberichtswesen durch mehr Selbstbedienungsmöglichkeit durch Fachanwender zu ergänzen. Damit wird das Konzept des Business Objects Universums oder ähnlicher semantischer Schichten in anderen BI-Werkzeugen inzwischen auch in ersten Ausprägungsformen von Commercial Open Source Anbietern aufgegriffen. Ad-hoc Berichtswesen ist aktuell allerdings nur in der lizenzkostenpflichtigen Version von Jaspersoft verfügbar.

Weitere Informationen:
BARC-Studie Open Source Business Intelligence mit aktualisiertem Test von Jaspersoft
Webinar von Jaspersoft mit Einführung von BARC


Posted 24.11.09 2:37
Permalink | 16 Kommentare |

von Carsten Bange und Florian Ehmann

STRATandGO von Procos ist als Balanced Scorecard Anwendung bekannt - laut letzter Horvath BSC-Studie 2008 ist es der Marktführer unter den Standardprodukten, die zum Aufbau von Balanced Scorecards genutzt werden (am meisten genutztes Werkzeug ist - wer hätte es gedacht - Excel).
Als Update zur älteren BARC Studie Balanced Scorecard Werkzeuge haben wir kürzlich mal wieder einen aktuellen Blick auf das Produkt geworfen.

Unternehmen
Die Procos AG mit Sitz in Lichtenstein wurde 1992 als Unternehmen für betriebswirtschaftliche Beratung und die Einführung von ERP-Systemen gegründet. Seit 1998 tritt das Unternehmen mit der Produktfamilie STRATandGO als Anbieter eines Datenintegrationswerkzeugs und einer BI-Software am Markt auf. Der Beratungsanteil in den Projekten liegt bei 30-40%. Aktuell verfügt Procos über 24 Mitarbeiter, von denen zehn in der Entwicklung tätig sind. Neben dem Hauptsitz in Liechtenstein bestehen Niederlassungen in Deutschland, Italien, BeNeLux und Österreich. Diese Niederlassungen führen in den entsprechenden Ländern auch den 1. und 2. Level Support für STRATandGO durch. Die zukünftige Expansionsstrategie ist jedoch klar auf Vertriebspartner ausgerichtet, die Implementierung, Schulung und Support übernehmen sollen. In der Regel werden die Analyse der Anforderungen und deren Umsetzung durch Procos oder Vertriebspartner vorgenommen. Anschließend werden so genannte KeyUser geschult, die umgesetzte Konzepte in den Bereichen Balanced Scorecard, Dashboard, Analyse und Planung nachjustieren und erweitern.

Produktportfolio
Procos bietet die Produktfamilie STRATandGO an. STRATandGO setzt sich aus den optionalen Modulen SBS (Business Scorecard/Dashboard), SBA (Business Analyser), SBP (Business Planner) und DIMEX zusammen.

STRATandGO wird komplett auf Basis des Microsoft .NET Framework in der Sprache Microsoft C# entwickelt und orientiert sich an den Microsoft Standards für Benutzeroberflächen und Navigation. Für den Betrieb der Software wird eine Administrationsabteilung benötigt, die neben der Datenintegration auch die Anwendungsverwaltung übernimmt. Für die Rechteinstellung steht ein Rollenkonzept zur Verfügung. Die Modellierung betriebswirtschaftlicher Konzepte erfolgt durch PowerUser, die durch umfangreiche Dialoge beispielsweise zur Anpassung von Grafiktypen, Definition oder Berechnungslogiken und Definition von Kennzahlen unterstützt werden. Für die Modellierung steht aber auch eine Programmierschnittstelle zur Verfügung, über die Businesslogik und visuelle Darstellung kontrolliert werden können.

Über das Modul SBS werden Scorecards und Dashboards umgesetzt. Es können Oberflächen zur Darstellung von KPIs, Organisationsstrukturen, Prozessen und Perspektiven frei definiert werden. Berechnungslogiken sind frei zu erstellen, Prozesse und Strukturen flexibel zu modellieren. Aufgrund der Unterstützung des ursprünglichen BSC-Konzepts der vier Perspektiven von Norton/Kaplan ist die Software durch die Balanced Scorecard Collaborative zertifiziert. Ein Anhängen von Absprungmöglichkeiten in beliebige Berichte ist für jedes Objekt möglich. Neben der ursprünglichen Ausrichtung auf den Bereich BSC wird das Modul auch für die Bereiche Projektmanagement, Qualitätsmanagement und Prozessüberwachung eingesetzt. Schnittstellen zu entsprechenden Vorsystemen wie z.B. ARIS sind über das Modul DIMEX einzurichten.

Das Modul SBA (Business Analyser) ist für den Bereich Analyse ausgelegt. Neben umfangreichen Möglichkeiten der OLAP-Navigation sind auch betriebswirtschaftliche Analysen vordefiniert enthalten oder umsetzbar. Enthalten sind ABC-Analysen, Abweichungsanalysen und Filterfunktionen. Weiterhin ermöglicht SBA die individuelle Anpassung von Hierarchien und die Veränderung von Parametern für Simulationen. Zusätzlich stehen starke Visualisierungsmöglichkeiten basierend auf sehr flexibel anpassbaren Grafiktypen zur Verfügung. Im Bereich der OLAP-Navigation wird eine Art „drill anywhere“ angeboten. Über die Selektion von beliebigen Filterelementen kann der Datenraum in jeder verfügbaren Variante analysiert werden.

Das Modul SBP (Business Planner) ist sowohl für die Durchführung einer Top-Down-Planung, einer Bottom-Up-Planung und die Durchführung eines Gegenstromverfahrens ausgelegt. Neben starken Mechanismen der Datenverteilung, Möglichkeiten zu Struktur- und Parametersimulationen sind umfassende Szenarienvergleiche und Analysen möglich, um strategisch zu planen. Für das Einsammeln von Daten aus verschiedenen Unternehmensbereichen steht eine einfache Workflow-Unterstützung, eine umfassendes Berechtigungskonzept für die funktionale Einschränkung und die Beschränkung von Datenbereichen bis auf die Ebene von Einzeldaten zur Verfügung. Zusätzlich stehen durch die Verwendung der STRATandGO Webservices Möglichkeiten zur Verfügung, die verteilte Dateneingabe zu vereinfachen. Kommentarmöglichkeiten auf Zellebene mit der Möglichkeit von Dateianhängen ergänzen das Leistungsportfolio. Die Abbildung eines Gegenstromverfahrens erfolgt über das Modul SBA, mit dem Delta-Analysen bis auf Tagesebene durchgeführt werden.

DIMEX ist ein Tool für die Datenintegration, das regelmäßig in Kombination mit STRATandGO zum Einsatz kommt, aber auch als Stand-Alone erhältlich ist. Es ist durch Procos selbst entwickelt. Neben der Anbindung von relationalen und multidimensionalen Datenquellen über Standardschnittstellen (OLE DB, ODBC, .NET, ADOMD.NET, MDX) ermöglicht es den Zugriff auf SAP Tabellen, SAP Queries, SAP Funktionsbausteine (bidirektional) und SAP BW.

Lizenzierung
Ein Komplettpaket, bestehend aus allen Modulen SBS, SBA, SBP und DIMEX kostet für fünf Concurrent User 60.000€. Ein Controlling-Package aus SBA und SBP kostet für fünf Concurrent User 38.000€. Die Module sind, inklusive fünf Concurrent User, auch einzeln, SBS für 30.000€, SBA für 24.000€ und SBP für 26.000€, zu lizenzieren. Eine Lizenzierung von DIMEX mit voller Unterstützung der genannten Schnittstellen und SAP BW kostet 9000€. Für Wartung und Support werden jährlich 18% der Lizenzierungskosten berechnet.

Fazit
STRATandGO ist in allen verfügbaren Komponenten ein sehr umfangreiches, aber dennoch fachanwendertaugliches Produkt. Neben dem eigentlichen Fokus der Erstellung von Balanced Scorecards und Management Dashboards verfügt es über sehr ausgeprägte Funktionen in den Bereichen Planung und Analyse. Dem ersten Ansehen nach ist das Controlling-Package sehr leistungsfähig. Im Bereich Balanced Scorecard ist Procos einer der letzten spezialisierten Anbieter, der noch am BI-Markt verfügbar ist. Nach dem ursprünglichen BSC-Hype in den Jahren 1999-2001 sind viele Anbieter in diesem Bereich vom Markt verschwunden. Dies erklärt nach unserer Ansicht auch die Erweiterung des Einsatzes des BSC-Moduls auf die Bereiche Projektmanagement, Qualitätsmanagement und Prozessüberwachung. Dies ist jedoch nicht als Schwäche des Anbieters zu verstehen. Die Aufstellung mit STRATandGO als Baukastensystem zur flexiblen Umsetzung verschiedenster Anforderungen erweist sich sowohl für den Anbieter als auch für Kundenunternehmen als krisenfester Ansatz. Auch bei der Weiterentwicklung oder Veränderung des Management-Konzepts ist vermutlich in den seltensten Fällen ein Toolwechsel notwendig. Zusätzlich bietet Procos Release-Sicherheit bezüglich der aufgebauten Modelle. Diese können nahtlos in neue Release-Stände des Produktes übernommen werden.


Posted 5.11.09 10:56
Permalink | 129 Kommentare |
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