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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK.

Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

Recently in legale Konsolidierung Category

Die vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage der erfolgreichen BARC-Marktübersicht „Softwarewerkzeuge für die Finanzkonsolidierung“ ist ab sofort verfügbar! In der Neuauflage werden 16 Software-Lösungen für die legale Konsolidierung sowie Managementkonsolidierung vorgestellt und beschrieben.

Die Marktübersicht enthält wertvolle Zusatzinformationen für Unternehmen, die vor der Auswahl einer geeigneten Finanzkonsolidierungslösung stehen. Hierzu enthalten sind das BARC-Vorgehensmodell für eine effiziente Software-Auswahl, ein umfassender kommentierter Kriterienkatalog mit Kriterien, die für die Auswahl eines Finanzkonsolidierungswerkzeugs relevant sind, sowie eine Ausschreibungsvorlage, mit der individuelle Anforderungen an Software-Anbieter kommuniziert werden können. Der Kriterienkatalog kann als Vorlage für den eigenen Auswahlprozess dienen. Darüber hinaus ergänzen Hintergrundanalysen zum Software-Markt für Finanzkonsolidierung sowie Research Notes die produktbezogenen Inhalte. Unternehmen gewinnen durch die Marktübersicht qualifizierte Unterstützung bei der Auswahl einer geeigneten Finanzkonsolidierungslösung.

Alle Informationen zur BARC-Marktübersicht „Softwarewerkzeuge für die Finanzkonsolidierung“ finden Sie hier


Posted 1.10.12 0:48
Permalink | 155 Kommentare |

SAP und Microsoft kündigen an, Ihre Partnerschaft bezüglich SAP BO Planning and Consolidation zu vertiefen. Konkret bietet Microsoft damit seinen Kunden aktiv an, das SAP-Planungs- und Konsolidierungswerkzeug als Ergänzung zu den Microsoft BI-Tools zu nutzen. Eine Interessante Form der "Coopetition", konkurrieren beide Anbieter doch immer stärker im BI-Bereich.

SAP BusinessObjects Planning and Consolidation stammt aus der Outlooksoft-Übernahme durch SAP im Jahr der großen Übernahmen 2007.
Outlooksoft war im Nordamerikanischen Markt erfolgreich gegen den dortigen Marktführer für Planungs- und Konsolidierungslösungen Hyperion angetreten, was diese Übernahme als die SAP-Antwort auf Oracle's vorherige Übernahme von Hyperion erscheinen ließ. Insbesondere, da Oracle verkündete, dass Hyperion von den drei großen BI-Anbietern auf dem Markt als Akquisitionsziel ausgewählt wurde, da sie die meisten SAP-Kunden im Bestand hätten und Oracle hierdurch noch besseren Zugang zu SAP-Kunden bekommen könne.
Technologisch ist die Partnerschaft zwischen Microsoft und SAP sinnvoll, denn ein Blick auf Architektur und Komponenten des Werkzeuges zeigt eine so tiefe Microsoft-Integration, dass man durchaus annehmen kann, dass in dem Businessplan von Outlooksoft eine Übernahme durch Microsoft als die angestrebte Exit-Option für die Investoren aufgeführt war. Nachdem Microsoft 2007 jedoch nicht Outlooksoft sondern den Analyseanbieter ProClarity übernommen hatte und den PerformancePoint Server als Planungswerkzeug selbst auf den Markt brachte, mußten sich die Outlooksoft Investoren zügig nach einem anderen Käufer umschauen, den sie in der SAP dann auch fanden.

Die tiefe Microsoft Integration von SAP BO Planning and Consolidatoin zeigt sich auf allen Ebenen der Architektur: Datenintegration und Speicherung erfolgt im Microsoft SQL Server, Frontend ist Excel und sogar die Planungslogik ist in Stored Procedures im SQL Server abgelegt. Letzteres wird auch der Grund dafür sein, warum sich SAP in den 2,5 Jahren seit der Übernahme so schwer damit tut, eine NetWeaver BW basierende Version des Werkzeuges auf den Mark zu bringen - letztlich mußten große Teile in ABAP neu entwickelt werden, da genau die tiefe Microsoft Integration für eine Portierbarkeit auf andere Plattformen eher hinderlich ist.

Neben der tiefen technischen Integration mit Microsoft-Technologie hatte Microsoft die offensichtliche Herausforderung, seine Lücke im BI-Portfolio im Bereich der Planung nach der Aufgabe des PerformancePoint Servers in diesem Jahr zu schließen. Da der Markt für Planungswerkzeuge in jedem Land von lokalen Anbietern dominiert wird, fällt hier jedoch eine globale Strategie für Partnerschaften schwer. Letztlich werden nur Oracle Hyperion Planning, IBM Cognos TM1 und SAP BO P&C tatsächlich global angeboten.
Sowohl Marktlogik als auch die Technologie wird Microsoft also zu diesem Schritt bewegt haben, auch wenn tatsächlich ein immer stärkerer Wettbewerb zwischen den beiden Anbietern um Business-Intelligence-Projekte stattfindet. SAP BusinessObjects demonstriert eine hohe Aufgeschlossenheit dem Wettbewerb gegenüber und zeigt, dass die technologisch hohe Offenheit von BusinessObjects für andere Plattformen neben SAP NetWeaver beibehalten werden soll. Und letztlich wird natürlich auch eine höhere Absatzzahl des Produktes durch die Partnerschaft willkommen sein.


Posted 24.11.09 1:45
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Winterheller Software kündigte bereits auf der CeBIT eine neue, eigenentwickelte Konsolidierungslösung an, die in diesen Wochen in die generelle Verfügbarkeit kommen sollte. Damit tritt Winterheller ebenfalls in dieses Marktsegment ein und löst seine bisherige Partnerschaft zu IDL. Für Ende des Jahres ist nun auch ein neues Planungsprodukt angekündigt worden, das integriert mit Konsolidierung (im Sinne einer CPM-Plattform) ein neues Angebot für größere Unternehmen schaffen soll. Damit ergänzt Winterheller sein etabliertes Planungsprodukt Professional Planner um eine zweite Lösung.

Vorangetrieben wird die Entwicklung der neuen Lösungen bei Winterheller wohl auch vom neuen CFO von Winterheller Walter Altmann, pikanterweise ehemaliger CFO von IDL, dem ehemaligen Partner von Winterheller für Konsolidierung. IDL entwickelte entsprechend dann auch eine eigene Planungslösung -> aus Partnern werden Konkurrenten. Auch hier zeigt sich die Markttendenz zu breiteren Produktsuiten aus einer Hand.
Auf der neuen technischen Plattform des Konsolidierungsproduktes soll bis Ende des Jahres 2009 dann auch eine neue Planungslösung marktreif entwickelt werden. Diese soll das bestehende Produkt Professional Planner um eine Lösung für die dezentrale Planung in größeren Unternehmen ergänzen und parallel zum Professional Planner angeboten werden. Funktionale Unterschiede sind in der Unterstützung von Workflows, Freigabeverfahren, Massendatenverarbeitung u.ä. zu erwarten, also Funktionen die momentan fehlen und für einen Einsatz in größeren Szenarien notwendig sind. Die vorhandene Produktlinie Professional Planner soll parallel weiterentwickelt werden und die neue Konsolidierungslösung auch für diesen Kundenkreis als Ergänzung dienen.

Nur mit dem neuen "Enterprise"-Planungsprodukt ergibt sich aber eine integrierte CPM-Suite, die Planung und Konsolidierung auf einer Plattform vereinigt. Dieses Konzept (auch als "Unification" bekannt) bietet Vorteile für Unternehmen, die beide Aspekte auf einer gemeinsamen technischen Werkzeug- und Datenbasis abwickeln können. Den gleichen Weg sind Outlooksoft (SAP BPC), Tagetik und andere gerade neue Anbieter gegangen, was Anbieter mit getrennten Lösungen wie z.B. Oracle Hyperion weiter unter Zugzwang setzen sollte, auch diesen sinnvollen Weg einzuschlagen.
Zusätzlich zur Ankündigung der neuen Konsolidierungs- und Planungslösungen wurde kürzlich auch eine Partnerschaft mit Jedox verkündet, was die Optionen beim Datenerfassen und -analysieren erweitert. Die bestehenden Partnerschaften mit Microsoft und Cubeware für Datenbank, Reporting und Analyse sollen dem Vernehmen nach aber weitergeführt werden.
Hier das Bild der zukünftigen Werkzeuglandschaft:
Winterheller Produktpalette 2009.png


Posted 29.04.09 5:36
Permalink | 22 Kommentare |
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