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Carsten Bange

Willkommen bei meinem Blog im BeyeNETWORK. Dies ist kein Social Blog, also werde ich Ihnen beispielsweise nicht schreiben, wie ich das Essen auf der letzten BI-Konferenz fand. Vielmehr möchte ich den Web Log zur Konservierung von Eindrücken und Neuigkeiten zu Business Intelligence Lösungen und Anbietern nutzen, explizit auch zu Lösungen, die nicht alle ausführlich getestet und in die BARC Studien aufgenommen werden können. Feedback ist immer willkommen! Schreiben Sie mir unter carsten.bange@barc.de

Über den Autor >

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

Recently in Planung Category

SAP und Microsoft kündigen an, Ihre Partnerschaft bezüglich SAP BO Planning and Consolidation zu vertiefen. Konkret bietet Microsoft damit seinen Kunden aktiv an, das SAP-Planungs- und Konsolidierungswerkzeug als Ergänzung zu den Microsoft BI-Tools zu nutzen. Eine Interessante Form der "Coopetition", konkurrieren beide Anbieter doch immer stärker im BI-Bereich.

SAP BusinessObjects Planning and Consolidation stammt aus der Outlooksoft-Übernahme durch SAP im Jahr der großen Übernahmen 2007.
Outlooksoft war im Nordamerikanischen Markt erfolgreich gegen den dortigen Marktführer für Planungs- und Konsolidierungslösungen Hyperion angetreten, was diese Übernahme als die SAP-Antwort auf Oracle's vorherige Übernahme von Hyperion erscheinen ließ. Insbesondere, da Oracle verkündete, dass Hyperion von den drei großen BI-Anbietern auf dem Markt als Akquisitionsziel ausgewählt wurde, da sie die meisten SAP-Kunden im Bestand hätten und Oracle hierdurch noch besseren Zugang zu SAP-Kunden bekommen könne.
Technologisch ist die Partnerschaft zwischen Microsoft und SAP sinnvoll, denn ein Blick auf Architektur und Komponenten des Werkzeuges zeigt eine so tiefe Microsoft-Integration, dass man durchaus annehmen kann, dass in dem Businessplan von Outlooksoft eine Übernahme durch Microsoft als die angestrebte Exit-Option für die Investoren aufgeführt war. Nachdem Microsoft 2007 jedoch nicht Outlooksoft sondern den Analyseanbieter ProClarity übernommen hatte und den PerformancePoint Server als Planungswerkzeug selbst auf den Markt brachte, mußten sich die Outlooksoft Investoren zügig nach einem anderen Käufer umschauen, den sie in der SAP dann auch fanden.

Die tiefe Microsoft Integration von SAP BO Planning and Consolidatoin zeigt sich auf allen Ebenen der Architektur: Datenintegration und Speicherung erfolgt im Microsoft SQL Server, Frontend ist Excel und sogar die Planungslogik ist in Stored Procedures im SQL Server abgelegt. Letzteres wird auch der Grund dafür sein, warum sich SAP in den 2,5 Jahren seit der Übernahme so schwer damit tut, eine NetWeaver BW basierende Version des Werkzeuges auf den Mark zu bringen - letztlich mußten große Teile in ABAP neu entwickelt werden, da genau die tiefe Microsoft Integration für eine Portierbarkeit auf andere Plattformen eher hinderlich ist.

Neben der tiefen technischen Integration mit Microsoft-Technologie hatte Microsoft die offensichtliche Herausforderung, seine Lücke im BI-Portfolio im Bereich der Planung nach der Aufgabe des PerformancePoint Servers in diesem Jahr zu schließen. Da der Markt für Planungswerkzeuge in jedem Land von lokalen Anbietern dominiert wird, fällt hier jedoch eine globale Strategie für Partnerschaften schwer. Letztlich werden nur Oracle Hyperion Planning, IBM Cognos TM1 und SAP BO P&C tatsächlich global angeboten.
Sowohl Marktlogik als auch die Technologie wird Microsoft also zu diesem Schritt bewegt haben, auch wenn tatsächlich ein immer stärkerer Wettbewerb zwischen den beiden Anbietern um Business-Intelligence-Projekte stattfindet. SAP BusinessObjects demonstriert eine hohe Aufgeschlossenheit dem Wettbewerb gegenüber und zeigt, dass die technologisch hohe Offenheit von BusinessObjects für andere Plattformen neben SAP NetWeaver beibehalten werden soll. Und letztlich wird natürlich auch eine höhere Absatzzahl des Produktes durch die Partnerschaft willkommen sein.


Posted 24.11.09 1:45
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von Carsten Bange und Florian Ehmann

STRATandGO von Procos ist als Balanced Scorecard Anwendung bekannt - laut letzter Horvath BSC-Studie 2008 ist es der Marktführer unter den Standardprodukten, die zum Aufbau von Balanced Scorecards genutzt werden (am meisten genutztes Werkzeug ist - wer hätte es gedacht - Excel).
Als Update zur älteren BARC Studie Balanced Scorecard Werkzeuge haben wir kürzlich mal wieder einen aktuellen Blick auf das Produkt geworfen.

Unternehmen
Die Procos AG mit Sitz in Lichtenstein wurde 1992 als Unternehmen für betriebswirtschaftliche Beratung und die Einführung von ERP-Systemen gegründet. Seit 1998 tritt das Unternehmen mit der Produktfamilie STRATandGO als Anbieter eines Datenintegrationswerkzeugs und einer BI-Software am Markt auf. Der Beratungsanteil in den Projekten liegt bei 30-40%. Aktuell verfügt Procos über 24 Mitarbeiter, von denen zehn in der Entwicklung tätig sind. Neben dem Hauptsitz in Liechtenstein bestehen Niederlassungen in Deutschland, Italien, BeNeLux und Österreich. Diese Niederlassungen führen in den entsprechenden Ländern auch den 1. und 2. Level Support für STRATandGO durch. Die zukünftige Expansionsstrategie ist jedoch klar auf Vertriebspartner ausgerichtet, die Implementierung, Schulung und Support übernehmen sollen. In der Regel werden die Analyse der Anforderungen und deren Umsetzung durch Procos oder Vertriebspartner vorgenommen. Anschließend werden so genannte KeyUser geschult, die umgesetzte Konzepte in den Bereichen Balanced Scorecard, Dashboard, Analyse und Planung nachjustieren und erweitern.

Produktportfolio
Procos bietet die Produktfamilie STRATandGO an. STRATandGO setzt sich aus den optionalen Modulen SBS (Business Scorecard/Dashboard), SBA (Business Analyser), SBP (Business Planner) und DIMEX zusammen.

STRATandGO wird komplett auf Basis des Microsoft .NET Framework in der Sprache Microsoft C# entwickelt und orientiert sich an den Microsoft Standards für Benutzeroberflächen und Navigation. Für den Betrieb der Software wird eine Administrationsabteilung benötigt, die neben der Datenintegration auch die Anwendungsverwaltung übernimmt. Für die Rechteinstellung steht ein Rollenkonzept zur Verfügung. Die Modellierung betriebswirtschaftlicher Konzepte erfolgt durch PowerUser, die durch umfangreiche Dialoge beispielsweise zur Anpassung von Grafiktypen, Definition oder Berechnungslogiken und Definition von Kennzahlen unterstützt werden. Für die Modellierung steht aber auch eine Programmierschnittstelle zur Verfügung, über die Businesslogik und visuelle Darstellung kontrolliert werden können.

Über das Modul SBS werden Scorecards und Dashboards umgesetzt. Es können Oberflächen zur Darstellung von KPIs, Organisationsstrukturen, Prozessen und Perspektiven frei definiert werden. Berechnungslogiken sind frei zu erstellen, Prozesse und Strukturen flexibel zu modellieren. Aufgrund der Unterstützung des ursprünglichen BSC-Konzepts der vier Perspektiven von Norton/Kaplan ist die Software durch die Balanced Scorecard Collaborative zertifiziert. Ein Anhängen von Absprungmöglichkeiten in beliebige Berichte ist für jedes Objekt möglich. Neben der ursprünglichen Ausrichtung auf den Bereich BSC wird das Modul auch für die Bereiche Projektmanagement, Qualitätsmanagement und Prozessüberwachung eingesetzt. Schnittstellen zu entsprechenden Vorsystemen wie z.B. ARIS sind über das Modul DIMEX einzurichten.

Das Modul SBA (Business Analyser) ist für den Bereich Analyse ausgelegt. Neben umfangreichen Möglichkeiten der OLAP-Navigation sind auch betriebswirtschaftliche Analysen vordefiniert enthalten oder umsetzbar. Enthalten sind ABC-Analysen, Abweichungsanalysen und Filterfunktionen. Weiterhin ermöglicht SBA die individuelle Anpassung von Hierarchien und die Veränderung von Parametern für Simulationen. Zusätzlich stehen starke Visualisierungsmöglichkeiten basierend auf sehr flexibel anpassbaren Grafiktypen zur Verfügung. Im Bereich der OLAP-Navigation wird eine Art „drill anywhere“ angeboten. Über die Selektion von beliebigen Filterelementen kann der Datenraum in jeder verfügbaren Variante analysiert werden.

Das Modul SBP (Business Planner) ist sowohl für die Durchführung einer Top-Down-Planung, einer Bottom-Up-Planung und die Durchführung eines Gegenstromverfahrens ausgelegt. Neben starken Mechanismen der Datenverteilung, Möglichkeiten zu Struktur- und Parametersimulationen sind umfassende Szenarienvergleiche und Analysen möglich, um strategisch zu planen. Für das Einsammeln von Daten aus verschiedenen Unternehmensbereichen steht eine einfache Workflow-Unterstützung, eine umfassendes Berechtigungskonzept für die funktionale Einschränkung und die Beschränkung von Datenbereichen bis auf die Ebene von Einzeldaten zur Verfügung. Zusätzlich stehen durch die Verwendung der STRATandGO Webservices Möglichkeiten zur Verfügung, die verteilte Dateneingabe zu vereinfachen. Kommentarmöglichkeiten auf Zellebene mit der Möglichkeit von Dateianhängen ergänzen das Leistungsportfolio. Die Abbildung eines Gegenstromverfahrens erfolgt über das Modul SBA, mit dem Delta-Analysen bis auf Tagesebene durchgeführt werden.

DIMEX ist ein Tool für die Datenintegration, das regelmäßig in Kombination mit STRATandGO zum Einsatz kommt, aber auch als Stand-Alone erhältlich ist. Es ist durch Procos selbst entwickelt. Neben der Anbindung von relationalen und multidimensionalen Datenquellen über Standardschnittstellen (OLE DB, ODBC, .NET, ADOMD.NET, MDX) ermöglicht es den Zugriff auf SAP Tabellen, SAP Queries, SAP Funktionsbausteine (bidirektional) und SAP BW.

Lizenzierung
Ein Komplettpaket, bestehend aus allen Modulen SBS, SBA, SBP und DIMEX kostet für fünf Concurrent User 60.000€. Ein Controlling-Package aus SBA und SBP kostet für fünf Concurrent User 38.000€. Die Module sind, inklusive fünf Concurrent User, auch einzeln, SBS für 30.000€, SBA für 24.000€ und SBP für 26.000€, zu lizenzieren. Eine Lizenzierung von DIMEX mit voller Unterstützung der genannten Schnittstellen und SAP BW kostet 9000€. Für Wartung und Support werden jährlich 18% der Lizenzierungskosten berechnet.

Fazit
STRATandGO ist in allen verfügbaren Komponenten ein sehr umfangreiches, aber dennoch fachanwendertaugliches Produkt. Neben dem eigentlichen Fokus der Erstellung von Balanced Scorecards und Management Dashboards verfügt es über sehr ausgeprägte Funktionen in den Bereichen Planung und Analyse. Dem ersten Ansehen nach ist das Controlling-Package sehr leistungsfähig. Im Bereich Balanced Scorecard ist Procos einer der letzten spezialisierten Anbieter, der noch am BI-Markt verfügbar ist. Nach dem ursprünglichen BSC-Hype in den Jahren 1999-2001 sind viele Anbieter in diesem Bereich vom Markt verschwunden. Dies erklärt nach unserer Ansicht auch die Erweiterung des Einsatzes des BSC-Moduls auf die Bereiche Projektmanagement, Qualitätsmanagement und Prozessüberwachung. Dies ist jedoch nicht als Schwäche des Anbieters zu verstehen. Die Aufstellung mit STRATandGO als Baukastensystem zur flexiblen Umsetzung verschiedenster Anforderungen erweist sich sowohl für den Anbieter als auch für Kundenunternehmen als krisenfester Ansatz. Auch bei der Weiterentwicklung oder Veränderung des Management-Konzepts ist vermutlich in den seltensten Fällen ein Toolwechsel notwendig. Zusätzlich bietet Procos Release-Sicherheit bezüglich der aufgebauten Modelle. Diese können nahtlos in neue Release-Stände des Produktes übernommen werden.


Posted 5.11.09 10:56
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Der Rückzug von Microsoft aus dem Planungsmarkt durch den Stopp der Weiterentwicklung der PerformancePoint Planungsfunktionen hat viele irritierte Kunden und Partner hinterlassen.
Microsoft hat nun in einer kurzen Notiz auf der Partnerseite angekündigt, den Source Code von PerformancePoint Planung mit dem letzten Release in diesem Sommer frei verfügbar zu machen. Damit können Kunden und Partner eigene Lösungen auf Basis des Planungsproduktes entwickeln. Wichtige Einschränkung: Aus dem Source Code abgeleitete Anwendungen können nur von Kunden eingesetzt werden, die eine Sharepoint Server Enterprise Lizenz haben. Ganz Open Source ist es also nicht, sondern eine individuelle Lizenzvereinbarung mit Microsoft.
Aus meiner Sicht reicht Microsoft hier seinen Kunden und Partner die Hand, um den Schaden durch die überraschende Abkündigung von PerformancePoint Planung nach nur 2 Jahren auf dem Markt etwas zu begrenzen. Gerade diejenigen, die massiv in dieses Produkt investiert haben, könnten nun eigene Entwicklungen mit dem Originalprodukt verbinden und so neue Lösungen auf den Markt bringen.

Weitere Kommentare in Erik Melchers BI Blog


Posted 20.06.09 3:23
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von Carsten Bange und Florian Ehmann

Wir haben uns kürzlich die Mittelstandslösung des kanadischen Bi-Anbieters Prophix angeschaut. Hier unsere Einschätzung:

Unternehmen

Die Firma Prophix wurde 1987 in Kanada gegründet und bietet seit 1997 BI-Software an. Prophix machte 2008 mit 1500 Kunden, vornehmlich in Nordamerika, ca. 20 Mio. US-$ Umsatz. Die größten Mitbewerber im nordamerikanischen Markt sind Adaptive Planning und Host Analytics.
Prophix verfolgt eine weltweite Expansionsstrategie, die neben dem Aufbau eigener Niederlassungen auf den Vertrieb durch Partner setzt (In Deutschland: Index GmbH). Fokussiert werden mittelständische Unternehmen mit mehr als 5 Mio. US-$ Umsatz und 50-100 Anwendern. Für die Expansionsstrategie steht das Tool Prophix for SQL Server, das im Jahr 2005 veröffentlicht wurde, im Vordergrund.

Produktportfolio

Neben Prophix for SQL Server sind auch noch die älteren Produkte Express und Enterprise im Portfolio, die als Vorgängerprodukte aber eher für sehr kleine Anwendungen gedacht sind und auch funktional nicht mit Prophix für SQL Server vergleichbar sind. Prophix für SQL Server ist ab 15.000 Euro erhältlich.

Prophix for SQL Server

Prophix for SQL Server bietet Möglichkeiten für Planung, Budgetierung, Analyse, Reporting, Ad-Hoc-Reporting und Dashboarding. Als Datenbank wird MS SQL Server mit den Analysis Services eingesetzt und durch eine Modellierungsumgebung in Prophix aufgebaut. Für die Datenintegration werden Funktionen der MS SQL Server Integration Services und für das Reporting die Funktionen der Reporting Services genutzt, was dem Anwender aber verborgen bleibt. Alle anderen Funktionen werden über eigene Lösungskomponenten abgedeckt.
Für alle administrativen Aufgaben verfügt Prophix über nur eine Benutzeroberfläche, in der alle benötigten Funktionen aufgerufen werden können. Die für einen geschulten Fachanwender ausgelegte Administrationskomponente wird in allen Bereichen durch Wizards unterstützt. Datenmodellierung, Datentransformation, Entwicklung der Benutzeroberfläche für Endanwender, Workflow-Definition, Rechteverwaltung und weitere Administrationsaufgaben können so weitgehend ohne weitere IT-Unterstützung genutzt werden.
Auch dem Endanwender präsentiert sich Prophix for SQL Server mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche. In dieser werden Dashboards, Ad-Hoc-Reports, Reports, Planungsmasken, usw. dargestellt. Es liegt am Administrator festzulegen welche Sichten und Funktionen dem Endanwender, im Rahmen der zur Verfügung gestellten Anwendungsklasse, angeboten werden.
Am stärksten ist Prophix for SQL in seinen Planungs- und Budgetierungsfunktionen. Folgende Funktionen stehen u.a. zur Verfügung:
 Spreading (nach Zeit, Strukturen und Parametern)
 Nebenrechnungen
 Delta-Analysen
 Forecasting
 Vergleichszahlen in Tabellen und Grafiken während der Dateneingabe
 Workflow mit Freigabeverfahren und E-Mail Benachrichtigung
 Prozesssteuerung mit Aufgaben, die zeit- und ergebnisgesteuert sein können
 Zusammenfassendes Reporting in sogenannten Ordnern für Einzelpersonen oder Gruppen, die auch ergänzende anwendungsfremde Informationen, wie z.B. Dokumente, Excel-Sheet oder PDFs enthalten können.
 Kommentare und Anlagen zu Bearbeitungsschritten
 Logging aller erfolgten Änderungen und Aktionen (Auditing)
 …
Eine Offline-Planung kann über die Verwendung vordefinierter Excel-Sheets erfolgen, die aus der Anwendung erzeugt und nach dem lokalen Ausfüllen wieder an den Server gesendet werden. In diesem Fall stehen jedoch für die Datenerfassung keine Spreading-Funktionen zur Verfügung.
Die Grafikengine, die insbesondere für die Visualisierung im Bereich der Analyse und der Berichtserstellung von Bedeutung ist, erscheint eher eingeschränkt. Auch die Möglichkeiten der legalen Konsolidierung sind solide, jedoch für komplexere europäische Konsolidierungsanforderungen zu überprüfen.

Fazit

Prophix for SQL Server ist im Vergleich zu anderen BI-Produkten für mittelständische Unternehmen ein funktional reichhaltiges Produkt zu einem attraktiven Preis. Dies gilt besonders für die Planung und Budgetierung, da viele Funktionen angeboten werden, die man sonst nur aus Lösungen für große Unternehmen bekannt sind (z.B. Workflow, Freigabe, Audit). Die Abdeckung verschiedener Aufgabengebiete der Business Intelligence von Reporting bis Konsolidierung in einer Lösung erzeugt eine durchgängige Anwendererfahrung im Umgang mit dem Werkzeug.


Posted 10.06.09 9:31
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Open Source macht Schule: Winterheller Software, einer der führenden Planungssoftwareanbieter im deutschsprachigen Raum, wird ab Montag, 4.5. die Einzelplatzversion seines etablierten Werkzeuges Professional Planner lizenzkostenfrei zur Verfügung stellen. Diesen Ansatz kennen wir aus dem Open-Source-Bereich.

Es soll keine Beschränkung der Funktionalität geben, sondern eine Vollversion inklusive einer Beispielumgebung als Vorlage für das eigene Planungsmodell zum kostenlosen Download angeboten werden. Das bedeutet, dass Kunden ein durchaus leistungsfähiges Planungswerkzeug mit integrierter Erfolgs-, Finanz- und Bilanzplanung kostenlos nutzen können.
Dies ist ein interessanter Schritt, da wir die Einzelplatzversion des Werkzeuges als "Brot und Butter" Geschäft von Winterheller gesehen haben mit dem seit vielen Jahren gerade kleinere Unternehmen, Steuerberater u.ä. gearbeitet haben. Insofern könnte das Werkzeug für die Anforderungen kleinerer Unternehmen (ca. bis 100-200 MA) bei denen die Planung in der Hand einer Person liegt schon völlig ausreichen.

Offensichtlich wählt Winterheller nun ein ähnliches Marktzugangsmodell wie Open Source Anbieter: Wichtigstes Ziel ist zunächst eine hohe Verbreitung zu erreichen, um dann durch Zusatzangebote wie Consulting und lizenzpflichtigen Softwarelösungen für den umfangreicheren betrieblichen Einsatz Geld zu verdienen.
Im Fall von Winterheller werden neben Beratungsleistungen ergänzend die Mehrplatz-/Server-Version des Professional Planner, ein Analyseprodukt (OEM von Cubeware) und das neue Konsolidierungsprodukt kostenpflichtig angeboten. Bis Ende des Jahres soll auch eine neue Planungslösung für die dezentrale Planung in größeren Umgebungen entwickelt werden (s. mein Blog-Eintrag von gestern).
Insofern ist die Strategie offensichtlich: Niedrige Hürde für den Einstieg und Test des Werkzeuges aus Kundensicht und Bündelung der Vertriebskräfte auf größere Unternehmen aus Herstellersicht. Klingt zunächst schlüssig, da gerade im kleinen Unternehmensbereich zum einen sicherlich sehr viel direkt in Excel gemacht wird und andererseits sehr viele Anbieter mit mehr oder weniger umfangreichen Lösungen im Markt agieren.
Die Kunden wird dieser Schritt freuen, spannend wird sein zu beobachten wie die Konkurrenten von Winterheller, allen voran Erzrivale Corporate Planning, reagieren werden.


Posted 30.04.09 1:15
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Winterheller Software kündigte bereits auf der CeBIT eine neue, eigenentwickelte Konsolidierungslösung an, die in diesen Wochen in die generelle Verfügbarkeit kommen sollte. Damit tritt Winterheller ebenfalls in dieses Marktsegment ein und löst seine bisherige Partnerschaft zu IDL. Für Ende des Jahres ist nun auch ein neues Planungsprodukt angekündigt worden, das integriert mit Konsolidierung (im Sinne einer CPM-Plattform) ein neues Angebot für größere Unternehmen schaffen soll. Damit ergänzt Winterheller sein etabliertes Planungsprodukt Professional Planner um eine zweite Lösung.

Vorangetrieben wird die Entwicklung der neuen Lösungen bei Winterheller wohl auch vom neuen CFO von Winterheller Walter Altmann, pikanterweise ehemaliger CFO von IDL, dem ehemaligen Partner von Winterheller für Konsolidierung. IDL entwickelte entsprechend dann auch eine eigene Planungslösung -> aus Partnern werden Konkurrenten. Auch hier zeigt sich die Markttendenz zu breiteren Produktsuiten aus einer Hand.
Auf der neuen technischen Plattform des Konsolidierungsproduktes soll bis Ende des Jahres 2009 dann auch eine neue Planungslösung marktreif entwickelt werden. Diese soll das bestehende Produkt Professional Planner um eine Lösung für die dezentrale Planung in größeren Unternehmen ergänzen und parallel zum Professional Planner angeboten werden. Funktionale Unterschiede sind in der Unterstützung von Workflows, Freigabeverfahren, Massendatenverarbeitung u.ä. zu erwarten, also Funktionen die momentan fehlen und für einen Einsatz in größeren Szenarien notwendig sind. Die vorhandene Produktlinie Professional Planner soll parallel weiterentwickelt werden und die neue Konsolidierungslösung auch für diesen Kundenkreis als Ergänzung dienen.

Nur mit dem neuen "Enterprise"-Planungsprodukt ergibt sich aber eine integrierte CPM-Suite, die Planung und Konsolidierung auf einer Plattform vereinigt. Dieses Konzept (auch als "Unification" bekannt) bietet Vorteile für Unternehmen, die beide Aspekte auf einer gemeinsamen technischen Werkzeug- und Datenbasis abwickeln können. Den gleichen Weg sind Outlooksoft (SAP BPC), Tagetik und andere gerade neue Anbieter gegangen, was Anbieter mit getrennten Lösungen wie z.B. Oracle Hyperion weiter unter Zugzwang setzen sollte, auch diesen sinnvollen Weg einzuschlagen.
Zusätzlich zur Ankündigung der neuen Konsolidierungs- und Planungslösungen wurde kürzlich auch eine Partnerschaft mit Jedox verkündet, was die Optionen beim Datenerfassen und -analysieren erweitert. Die bestehenden Partnerschaften mit Microsoft und Cubeware für Datenbank, Reporting und Analyse sollen dem Vernehmen nach aber weitergeführt werden.
Hier das Bild der zukünftigen Werkzeuglandschaft:
Winterheller Produktpalette 2009.png


Posted 29.04.09 5:36
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