Performance Management: Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven

16 September 2009

Management Summary der aktuellen Umfrage zum Einsatz von Performance Management in über 550 Unternehmen weltweit.

Die weltweit durchgeführte Studie "Performance Management: Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven" betrachtet die Kernherausforderungen, denen sich Unternehmen heutzutage stellen müssen, und die Konsequenzen die sich daraus für Performance-Management-Prozesse ergeben. Außerdem werden künftige Prioritäten bei der Prozessoptimierung sowie der Integrationsgrad zwischen den verschiedenen Performance-Management-Prozessen ermittelt. Performance-Management(PM)-Prozesse umfassen Planung, Budgetierung, Finanzkonsolidierung, Reporting, Compliance, Risikomanagement sowie Strategiemanagement.

Diese Anbieterunabhängige, empirische Studie basiert auf 553 beantworteten Fragebögen von Umfrageteilnehmern aus einem breiten Spektrum an Branchen, Ländern und Unternehmensgrößen. Die meisten Befragten waren leitende Angestellte aus Finanz- und IT-Abteilungen sowie der Unterneh-mensführung. Durchgeführt wurde die Umfrage im Zeitraum März bis Mai 2009.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind:

  • Business

    - Die Beschleunigung von Performance-Management-Prozessen (schnelleres Reporting, kürzere Planungszyklen, schneller Abschluss) hat die höchste Priorität bei Prozessverbesserungen.
    – Ein Hauptziel ist die bessere Integration von Strategiemanagement mit anderen Performance-Management-Prozessen.

  • Organisation

    – Performance-Management-Prozesse werden komplexer durch mehr Anwender und eine steigende Anzahl an Software-Werkzeugen, die dafür genutzt werden. Dies erfordert ein sorgfältiges Management.
    – Die Abstimmung zwischen IT und Fachabteilungen muss verbessert werden, damit diese die gleichen Erwartungen an das Performance Management haben und eine gemeinsame Strategie verfolgt wird.

  • Technologie

    – Unternehmen nutzen zunehmend spezialisierte Software-Werkzeuge, um ihre Performance-Management-Prozesse zu automatisieren, im Gegensatz zur Nutzung von einfachen Tabellenkalkulationswerkzeugen wie Excel.
    – Es gibt einen zunehmenden Bedarf nach stärker integrierten Technologie-Plattformen, die es den Unternehmen ermöglichen, Performance über verschiedene Prozesse zu verwalten.
Folgende Kernpunkte gingen aus den vier Teilbereichen der Studie hervor. Es folgt ein Überblick der Ergebnisse aus jedem der vier Teilbereiche:

Aktuelle Herausforderungen

  • 93 Prozent der Befragten geben an, dass die Komplexität ihrer Tätigkeit gestiegen ist. 51 Prozent sagen sogar, dass die Komplexität “stark” angestiegen ist.

  • Als größte Herausforderungen werden die derzeitige Wirtschaftskrise und verstärkter Wettbewerb gesehen.

  • Sowohl externe als auch interne Veränderungen haben einen großen Einfluss auf Performance-Management-Prozesse; folgende Faktoren haben den größten Einfluss auf aktuelle Performance Management Initiativen:
    - Bedarf nach mehr Inhalten und allgemein mehr Informationsbedarf und -anfragen,
    - Innerbetriebliche Dynamik resultierend aus Umstrukturierungen und der Einführung neuer Produkte,
    - Mehr/neue gesetzliche Vorschriften

  • In 38 Prozent der Unternehmen haben Fachabteilungen und IT keine gemeinsame Erwartungshaltung an das Performance Management.

Status quo von Performance-Management-Prozessen

  • Performance Management ist zu einem strategischen Bestandteil geworden: In den letzten drei Jahren ist die Anzahl der am Performance Management beteiligten Personen signifikant gestiegen (im Durchschnitt ca. 30 Prozent über alle Prozesse).

  • Bei den Prozessen Strategiemanagement, Compliance Management und Planung/Budgetierung/Forecasting wird das größte Wachstum verzeichnet.

  • Spezialisierte Performance-Management-Software wird vermehrt genutzt, oftmals ersetzen sie Tabellenkalkulationsprogramme- und für PM eingesetzte ERP-Software.

  • Am meisten wird Performance-Management-Software über alle Prozesse hinweg von der Finanzindustrie genutzt.

  • Die meisten Unternehmen nutzen 1-3 Werkzeuge für Performance Management. Der Durchschnitt liegt bei 4,9.

Optimierung von Performance-Management-Prozessen

  • Mehr als 80 Prozent der Unternehmen sehen Bedarf zur Verbesserung ihrer Performance-Management-Prozesse.

  • Prozessverbesserungen werden wichtiger als die Optimierung der Ressourcennutzung oder des Outputs erachtet.

  • Die häufigsten Ziele bei Verbesserungsinitiativen für Performance-Management-Prozesse sind:
    - Datenqualität,
    - Umsetzung von Unternehmensstrategien, und
    - Verminderung von Komplexität.

Integration von Performance-Management-Prozessen

  • Die größten Vorteile werden in der Integration von Planung und Budgetierung mit anderen Performance-Management-Prozessen erwartet.

  • Der größte Nutzen wird bei der Integration von Planung und Budgetierung mit dem Strate-giemanagement gesehen.

  • Es besteht eine große Diskrepanz zwischen wahrgenommenem Wert und tatsächlicher Im-plementierung von integrierten Software-Plattformen für Performance-Management-Prozesse.

Die komplette Umfrage können Sie hier erhalten:  http://www.pmone.de/de/know-how/

Die  Pressemitteilung zur Umfrage lesen Sie hier: http://www.beyenetwork.de/view/11408

  • Carsten BangeCarsten Bange
    Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

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