Prozess-Steuerung ohne Prozess-Wissen – geht das?

26 Februar 2010

Für große Unternehmen gibt es keine Alternative zum geschäftsprozessorientierten Management (Business Process Management/ BPM). Entsprechend wollen die Unternehmen in Zukunft ihre Prozesse definieren, optimieren und messen können sowie über eine prozessorientierte IT-Unterstützung und leistungsfähige Steuerungs- und Auswertungsmöglichkeiten verfügen. Jedoch steckt die Beschreibung der eigenen Abläufe - grundlegend für ein professionelles BPM - bei einem Großteil der Unternehmen immer noch in den Kinderschuhen. Das zeigt der aktuelle „BPM Trend Report 2010“ von Ramco Systems, der in Zusammenarbeit mit der Hamburger Unternehmensberatung SoftSelect erstellt wurde. Befragt wurden dazu bis Ende 2009 insgesamt 100 Konzerne und große Mittelständler in der gesamten Region Deutschland, Österreich, Schweiz. Der Report zeigt auf, dass zwischen Wunsch und Wirklichkeit in Sachen BPM noch größere Lücken klaffen. Bisher haben fast alle Befragten prinzipiell schon BPM-Grundlagen geschaffen, indem sie Prozessverantwortliche und Prozessteams bestimmt haben. Ursache war aber wohl öfters nur eine ISO-Zertifizierung im Rahmen des Qualitätsmanagements, denn etwa jedes fünfte Unternehmen hat seine Abläufe bisher nur einmal definiert und visualisiert. Zum professionellen BPM gehört aber die regelmäßige automatisierte Gestaltung und notfalls Anpassung beziehungsweise Änderung der Geschäftsprozesse, abhängig von der Gesetzes- oder Marktlage oder der eigenen Strategie. Das machen aber erst gut zwei Drittel der Unternehmen, die überhaupt Prozesse beschrieben haben. 38 Prozent haben ihre Abläufe allerdings bisher noch gar nicht dargestellt. Damit befinden sich die meisten Umfrageteilnehmer hinsichtlich Management, Verfahren, Strategie und Prozessänderung noch auf den unteren der fünf Ebenen des Business Process Maturity Models, dem internationalen Standard zur BPM Reifegrad-Messung. Dennoch sehen die Unternehmen sich in Zukunft prozessorientiert. Langfristig wollen fast alle Befragten vor allem die Prozesseffizienz steigern (90%). Fast gleich oft wird jeweils gewünscht, Abläufe modellieren und optimieren sowie professionell steuern zu können. Die Ergebnisse des “BPM Trend Report 2010“ können unter www.ramco.com oder www.softselect.de kostenlos angefordert werden.


Diese BeyeNETWORK Meldung enthält Informationen aus einer aktuellen Pressemitteilung des genannten Unternehmens.